Das Gedächtnis von Kettig

Willkommen bei den Kettiger Heimatkundlern!
Hier dreht sich alles darum, unser lokales Erbe zu bewahren und die Zukunft unserer Gemeinschaft aktiv zu gestalten. Entdecke mit uns die reiche Geschichte und die lebendigen Traditionen von Kettig.
Wir laden dich ein, Teil unserer Arbeit zu werden, gemeinsam Wissen zu teilen und unsere Heimat mitzugestalten.

„Mit der Bark Charles Keen nach Amerika“ – Die Auswanderung des Peter Korb (1854)

Es beginnt mit einem Namen, der in den Kirchenbüchern von Kettig kaum mehr ist als eine Zeile Tinte – und doch führt er uns über Ozeane hinweg. Peter Korb, ein junger Mann aus einem kleinen Dorf am Rhein, trägt in sich die Sehnsucht einer ganzen Generation: die Hoffnung auf ein anderes Leben, irgendwo jenseits des Horizonts. Wenn man seinen Spuren folgt, hört man das Knarren der Wagenräder auf den Straßen von Wisconsin, das Rauschen des Atlantiks, der ihn forttrug, und das leise Echo der Heimat, das ihn nie ganz losließ. Seine Geschichte ist kein lauter Paukenschlag, sondern ein stilles, hartnäckiges Weitergehen – Schritt für Schritt, Jahr für Jahr, bis aus einem Auswanderer ein Stammvater wird. Wer sich auf diese Reise einlässt, entdeckt nicht nur das Leben eines Mannes, sondern ein Stück gelebte Verbindung zwischen Kettig und der Neuen Welt. Eine Geschichte, die zeigt, wie weit ein Mensch gehen kann – und wie viel Heimat er dabei mitnimmt.

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Recherche zu historischen Luftbildern des Raums Kettig

Die systematische Recherche zu historischen Luftaufnahmen des Raums Kettig und der umliegenden Rhein‑ und Pellenzregion führte über mehrere nationale und internationale Archive. Ziel war es, belastbare Bildquellen aus den Jahren 1944/45 zu identifizieren, die sowohl für die historische Dokumentation als auch für die Veröffentlichung auf der Webseite der Kettiger Heimatkundler genutzt werden können. Dabei zeigte sich schnell, dass die Bestände auf verschiedene Institutionen verteilt sind und die Zugänglichkeit stark variiert.

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Der Tag, an dem es Bomben regnete

Das Weihnachtsfest lag erst wenige Tage zurück. Freitag, der 29. Dezember 1944 begann wie ein Wintertag, der inmitten des Krieges fast beruhigend normal wirkte. Die Sonne stand über einem leicht bewölkten Himmel, in der Nacht hatte es gefroren. Viele Menschen glaubten, das Ende des Krieges könne nicht mehr fern sein. Die Rheinbrücken bei Neuwied und Urmitz standen noch – angeschlagen, aber unversehrt. Nach dem Mittagessen wollten die Kinder wie gewohnt hinaus: spielen auf der Straße oder Schlittschuhlaufen auf dem Weiher am Weidenheim. Die Mütter ließen sie guten Gewissens ziehen. Niemand ahnte, dass sich das Leben des Dorfes in wenigen Minuten für immer verändern würde.

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Luftaufklärung und Angriffe 1944 im Raum Kettig, Weißenthurm und Andernach

Der Raum Kettig – Weißenthurm – Andernach – Neuwied war im Jahr 1944 ein bedeutender Abschnitt der alliierten Luftaufklärung. Obwohl die Orte selbst nicht im Zentrum großflächiger Bombardierungen standen, lagen sie strategisch zwischen mehreren militärisch wichtigen Zielen: den Rheinbrücken von Koblenz, den Bahnanlagen von Andernach und den Industriegebieten rund um Neuwied. Diese Lage machte das Gebiet zu einem Schlüsselraum für alliierte Aufklärungsmissionen, die im alliierten und deutschen Kartenwerk als Planquadrat 6514 geführt wurden.

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Johanns Militärlaufbahn in der Kaiserzeit

Johann Hillesheim wurde am 4. Januar 1864 in Kettig geboren und starb dort am 28. Februar 1956 im Alter von 92 Jahren. Er entstammte einer ländlich‑handwerklichen Familie und war im zivilen Leben Ackerer (Landwirt) und Stellmachermeister — ein Beruf, der technisches Geschick, körperliche Kraft und handwerkliche Präzision vereinte.  Wie alle Männer seines Jahrgangs unterlag er der preußischen Wehrpflicht und durchlief eine vollständige militärische Laufbahn, die sich über fast zwei Jahrzehnte erstreckte.

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Die Front in Postkartengröße: Peters Feldpost erzählt Geschichte

Ein zerstörter Graben bei Verdun, ein französischer Tank, ein improvisierter Telegraphenmast, eine Familie im Quartier – die Feldpostkarten von Peter Hillesheim sind kleine Momentaufnahmen eines großen Krieges. Sie zeigen, was ein Kettiger Soldat wirklich sah, erlebte und festhielt. Wer eintaucht, entdeckt eine kleine Sammlung, die Geschichte nicht erklärt, sondern sichtbar macht.

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Über uns

Seit 2008 engagieren wir uns als Kettiger Heimatkundler dafür, die Geschichten, Erinnerungen und Besonderheiten unseres Dorfes lebendig zu halten.
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