Flur X
Die Flur X liegt in einem Bereich, der stark von Waldnähe, alten Quellen und traditionellen Geländebezeichnungen geprägt ist. Viele der Namen verweisen auf natürliche Strukturen wie Höhlen, Quellbereiche oder Waldstücke, andere auf historische Nutzungsformen oder alte Wege. Insgesamt zeigt diese Flur eine ruhige, waldnahe Kulturlandschaft, in der natürliche Formationen und jahrhundertealte Wege eng miteinander verwoben sind.
Flur X
Vorn im Rath.
Oben im Roth.
Auf der Hohl.
Auf dem Kreusemer Holz.
Flur X: Bedeutungen der Flurnamen
Vorn im Rath
„Rath / Rod / Roth“ ist ein sehr alter rheinischer Begriff und bedeutet:
- Rodung,
- also ein Bereich, der früher vom Wald befreit wurde.
„Vorn“ → dorfnahe Seite.
Wahrscheinlich:
Der vordere, zum Dorf hin gelegene Teil einer alten Rodungsfläche.
Oben im Roth
„Roth“ ist die gleiche Wortfamilie wie „Rath“:
- Rodungsfläche,
- oft leicht erhöht oder am Hang.
„Oben“ → höher gelegener Abschnitt.
Wahrscheinlich:
Der höher liegende Teil einer Rodungszone, also der obere Abschnitt des Roth.
Auf der Hohl
„Hohl / Hohle / Hohlweg“ bezeichnet:
- einen eingeschnittenen Weg,
- oder eine Geländemulde, die durch Nutzung oder Erosion entstand.
Solche Hohlwege sind typisch für alte Verkehrswege.
Wahrscheinlich:
Ein eingeschnittener Weg- oder Muldenbereich, der durch jahrhundertelange Nutzung vertieft wurde.
Auf dem Kreusemer Holz
„Kreusemer“ verweist auf Kruft/Kruftener/Kreuzemer oder eine alte mundartliche Form für einen Orts- oder Familiennamen.
„Holz“ → Waldstück.
Wahrscheinlich:
Ein Waldstück, das nach einem benachbarten Ort oder einer Familie benannt wurde — also das Kreuzemer/Kreuzheimer Holz in lokaler Mundartform.