Wörter mit Anfangsbuchstaben L

Wir tauchen ein in die faszinierende Welt der Wörter, die mit dem Buchstaben "L" beginnen. Entdecke lokale Begriffe und ihre Bedeutungen, die unsere Sprache bereichern.

Dialektwort Lautschrift (IPA) Beispiel/Redewendung Hochdeutsch Erklärung/Herkunft
Laach [laːχ] „Et jitt Laach met Budder.“ Lauch Moselfränkische Form von „Lauch“; klassisches Gemüse
Laaf [laːf] „Et Laaf fällt vum Baum.“ Laub Moselfränkisch für Herbstlaub.
Laages [ˈlaːɡəs] „Der es en Laages wie nix.“ Langer Kerl „Laages“ = großgewachsener Mann; oft bewundernd oder scherzhaft
Labbes [ˈlabəs] „Der es en Labbes.“ gutmütiger Schlingel Moselfränkisch für harmloser, netter Kerl.
Lachdauf [ˈlaxˌdaʊ̯f] „Die es en Lachdauf.“ Turteltaube, lustiges Mädchen Doppeldeutig: Vogel + scherzhafter Kosename
Läd [lɛːt] „Et es e Läd wie nix.“ Leid „Läd“ = Kummer, Schmerz; oft poetisch oder ernst
Lamberasch [ˈlambəˌʁaʃ] „Mach net so e Lamberasch!“ Aufhebens „Lamberasch“ = Theater, Trara; oft bei unnötigem Aufwand
Langrood [ˈlaŋˌʁoːt] „Hol de Langrood zum Lade.“ Wagenverlängerung „Langrood“ = lange Rute, Verlängerung für Wagen
Läöllisch [ˈlɛːʏlɪʃ] „Et jitt Läöllisch met Essich.“ Steckzwiebel „Läöllisch“ = kleine Zwiebel zum Stecken; oft im Gartenbau
läpsch [lɛpʃ] „Dat schmeckt läpsch.“ fade ohne Geschmack
latze [ˈlat͡sə] „Latze dat mol.“ bezahlen bezahlen, begleichen
laustere [ˈlaʊ̯stəʁə] „Laustere ens!“ Horchen „Laustere“ = lauschen, hinhören; oft bei Geheimnissen oder Streit
laustern / laustere [ˈlaʊ̯stɐn] „Net so laustern.“ lauschen heimlich horchen
Lefkochö [ˈleːfˌkɔxə] „Et jitt Lefkochö met Kaffee.“ Lebkuchen Moselfränkisches Gebäck, besonders zur Weihnachtszeit.
lenne [ˈlɛnə] „Mir jonn lenne em Feld.“ Aufsammeln „Lenne“ = aufsammeln, oft bei Kartoffelernte oder Kleinkram
lenne / Äschkrumbeere [ˈlɛnə] / [ˈɛʃkʁʊmbiːʁə] „Mir lenne Äschkrumbeere.“ Kartoffeln aufsammeln „Äschkrumbeere“ = Kartoffel; „lenne“ = aufsammeln nach dem Roden
Levje [ˈleːvjə] „Mein Levje es doheim.“ Liebes Koseform für Partner oder Kind; liebevoll und vertraut
linne [ˈlɪnə] „Kannste mir dat linne?“ Leihen „Linne“ = verleihen; oft bei Werkzeug oder Geld
Loh [loː] „Et Loh es do.“ da Moselfränkisch für „anwesend“, „vorhanden“.
lombeschäusel [ˈlɔmbəˌʃɔɪ̯zəl] „Der es en lombeschäusel.“ frecher Kerl (nicht ernst gemeint) Moselfränkisch, scherzhaft für vorlauter Junge.
loos die Fisemadensche [loːs diː ˈfɪzəmaˌdaːnʃə] „Loos die Fisemadensche!“ Sei nicht albern „Fisemadensche“ = Kleinkram, Unsinn; Redewendung zur Ermahnung
Löppsch [ˈlœpʃ] „Der hängt janz löppsch.“ Mund hängen lassen Moselfränkisch für traurig, enttäuscht.
loßledisch [ˈlɔsˌleːdɪʃ] „Oss al Tand es noch ömme loßledisch.“ Ledige Frau (Mann) „Loßledisch“ = unverheiratet; oft scherzhaft oder spöttisch
lungere / röm lungere [ˈlʊŋəʁə] „Net so röm lungere.“ herumhängen unproduktiv sein