Wörter mit Anfangsbuchstaben N
Wir tauchen ein in die faszinierende Welt der Wörter, die mit dem Buchstaben "N" beginnen. Entdecke lokale Begriffe und ihre Bedeutungen, die unsere Sprache bereichern.
| Dialektwort | Lautschrift (IPA) | Beispiel/Redewendung | Hochdeutsch | Erklärung/Herkunft |
|---|---|---|---|---|
| Nachtigall | [ˈnaxtɪɡal] | „Stell de Nachtigall unners Bett.“ | Nachttopf | Ironisch, scherzhaft für Nachttopf. |
| Nesskaul | [ˈnɛskaʊ̯l] | „Do hockt en Laus en de Nesskaul.“ | Grube am Nacken | Stelle am Haaransatz, wo Nissen abgelegt werden. |
| Neubö | [ˈnɔɪ̯bə] | „Ich hann Neubö.“ | Mucken haben | Moselfränkisch für Juckreiz, Unruhe. |
| Neupe | [ˈnɔɪ̯pə] | „De Fuchs felärd sein Ha owe ned sein Neupe.“ | Eigenart | „Neupe“ = Eigenart, Wesenszug; oft in Sprichwörtern verwendet |
| neust | [nɔɪ̯st] | „Ich hann neust jefonge.“ | nichts | Moselfränkisch für „nichts“, betont. |
| nit soo jerascht | [nɪt zoː jəˈʁaʃt] | „Mach nit soo jerascht!“ | Nicht so flott | „Jerascht“ = eilig, schnell; oft als Ermahnung |
| nix am Aasch | [nɪks am aːʃ] | „Der hät nix am Aasch.“ | Arm oder besitzlos | Derb, bildhaft; „Aasch“ = Hintern → nichts haben |
| Nixnootz | [ˈnɪksˌnoːts] | „Der es en Nixnootz.“ | Für nichts zu gebrauchen | Spottname; „Nixnootz“ = nutzlos, unfähig |
| no de Maul jekochd | [nɔ də maʊ̯l jəˈkɔχt] | „Et es no de Maul jekochd.“ | Nach dem Geschmack gekocht | Redewendung für gutes, passendes Essen |
| Nöel | [ˈnøːəl] | „Hol de Nöel zum Hämmern.“ | Nägel | Moselfränkische Form von „Nägel“; Werkzeug oder Baumaterial |
| Nöll | [nœl] | „Ich hann Wää am Nöll.“ | Hinterkopf | „Nöll“ = Hinterkopf; oft bei Kopfschmerzen oder Schlägen |
| Nöll (1) | [nœl] | „Et Nöll es widder kahl.“ | Stelle am Hinterkopf | Moselfränkisch für kahle Stelle, oft bei Männern. |
| Nöll (2) | [nœl] | „Ich hann e Knubbel am Nöll.“ | Hinterkopf | Allgemein für Hinterkopf. |
| Nommedach | [ˈnɔməˌdax] | „Nommedach kütt der widder.“ | Nachmittag | Moselfränkisch für Tageszeit |
| Noobe | [ˈnoːbə] | „Der Noobe kummt morje.“ | Nachbar | Moselfränkische Form von „Nachbar“; oft liebevoll oder spöttisch |
| norge | [ˈnɔʁɡə] | „Der norge em Hof.“ | Auf den Boden spucken | „Norge“ = spucken; oft bei Missfallen oder körperlicher Reaktion |