Recherche zu historischen Luftbildern des Raums Kettig

Veröffentlicht am 21. April 2026 um 12:26

Einleitung: Recherchewege zu historischen Luftaufnahmen

Die systematische Recherche zu historischen Luftaufnahmen des Raums Kettig und der umliegenden Rhein‑ und Pellenzregion führte über mehrere nationale und internationale Archive. Ziel war es, belastbare Bildquellen aus den Jahren 1944/45 zu identifizieren, die sowohl für die historische Dokumentation als auch für die Veröffentlichung auf der Webseite der Kettiger Heimatkundler genutzt werden können. Dabei zeigte sich schnell, dass die Bestände auf verschiedene Institutionen verteilt sind und die Zugänglichkeit stark variiert.

Die NARA (National Archives and Records Administration, USA) erwies sich als wichtigste Quelle für alliierte Luftaufnahmen des Zweiten Weltkriegs. Die dort digitalisierten Bestände der Record Group 373 enthalten umfangreiche Serien amerikanischer Aufklärungsflüge über dem Rheinland. Die Recherche ist zwar technisch anspruchsvoll, aber die Digitalisate sind frei zugänglich und können direkt heruntergeladen werden.

Parallel dazu bietet die britische NCAP (National Collection of Aerial Photography) einen komfortableren Zugang zu denselben oder ergänzenden Bildserien. Die interaktive Kartenansicht erleichtert die Orientierung erheblich, und die Reaktionszeit auf Anfragen ist bemerkenswert kurz: Auf meine Anfrage vom 15. April erhielt ich bereits am 16. April eine ausführliche Antwort mit Hinweisen zu Suchmöglichkeiten, Lizenzfragen und dem kostenpflichtigen „Paid Image Search“. NCAP stellt damit eine wertvolle Ergänzung zur NARA‑Recherche dar, auch wenn hochauflösende Downloads in der Regel kostenpflichtig sind.

Deutsche Archive reagieren unterschiedlich schnell und verfügen über sehr unterschiedliche Bestände. Das Bundesarchiv bestätigte den Eingang meiner Anfrage, wies jedoch auf eine Bearbeitungszeit von mehreren Monaten für Anfragen vor 1945 hin. Das Landeshauptarchiv Koblenz antwortete dagegen bereits am 17. April und teilte mit, dass dort keine Luftaufnahmen von Kettig aus den Jahren 1944/45 vorhanden sind. Gleichzeitig verwies es auf das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland‑Pfalz (LVermGeo), in dem das Landesluftbildarchiv geführt wird und das für historische Luftbilder des Landes zuständig ist.

Diese unterschiedlichen Rückmeldungen zeigen, dass die Recherche zu historischen Luftaufnahmen ein mehrgleisiger Prozess ist: internationale Archive liefern die meisten Kriegsaufnahmen, während deutsche Stellen vor allem ergänzende Hinweise, frühere Aufnahmen oder amtliche Luftbilder verwalten. Die Kombination dieser Quellen ermöglicht eine möglichst vollständige Rekonstruktion der Luftbildlage für Kettig und die umliegenden Regionen.


Anfrage an die National Archives and Records Administration (NARA)


1.  Recherche zu historischen Luftbildern des Raums Kettig bei der NARA (April 2026)

1.1. Was ist die NARA?

Die National Archives and Records Administration (NARA) ist das zentrale Staatsarchiv der Vereinigten Staaten.
Sie bewahrt die schriftlichen und bildlichen Überlieferungen der US‑Bundesbehörden, darunter:

  • Regierungsakten,
  • militärische Unterlagen,
  • Karten und technische Dokumentationen,
  • sowie eine der weltweit größten Sammlungen historischer Luftbilder.

Für Luftbildforschung besonders wichtig ist der Standort:

National Archives at College Park (Maryland)

Dort befindet sich die Sammlung Record Group 373 (RG 373) – die vollständigen Bestände der US‑amerikanischen Luftaufklärung aus dem Zweiten Weltkrieg.
Diese Sammlung umfasst:

  • Millionen von Aufklärungsfotos,
  • Sortie‑ und Missionsunterlagen,
  • Indexkarten,
  • Filmrollen („Cans“),
  • und technische Begleitdokumente.

College Park ist damit die zentrale internationale Anlaufstelle, wenn es um alliierte Luftbilder über Deutschland geht.

1.2. Anlass der Anfrage

Am 15. April 2026 wurde eine Anfrage an die Still Picture Branch der NARA gestellt.
Ziel war es herauszufinden:

  • ob Luftbilder des Raums Kettig / Weißenthurm / Andernach aus den Jahren 1944/45 vorhanden sind,
  • wie man diese Bilder identifizieren kann,
  • und wie sie für historische Zwecke genutzt werden dürfen.

Die Anfrage enthielt u. a.:

  • die Gradquadrat‑Angabe 50N007E,
  • die Overlay‑Nummer N50E07/44/R,
  • die Sorties F7138 und F7271,
  • sowie die Bitte um Hinweise zu Nutzungsrechten und Quellenangaben.

1.3. Antwort der NARA vom 17. April 2026

Bereits zwei Tage später, am 17. April 2026, traf eine ausführliche Antwort der NARA ein.
Die Rückmeldung war sehr hilfreich und enthielt eine vollständige Anleitung zur Recherche in RG 373.

Die wichtigsten Punkte der Antwort:

1.3.1. Bestätigung der Bestände

Die NARA bestätigte, dass:

  • Luftbilder des Raums Kettig
  • aus den Jahren 1944 und 1945
  • in der Sammlung RG 373 vorhanden sind.

Damit ist gesichert, dass alliierte Aufklärungsflüge über Kettig dokumentiert wurden.

1.3.2. Erklärung der Archivstruktur

Die NARA erläuterte, wie die Luftbilder organisiert sind:

  • Sortie‑Nummer = Flugnummer (z. B. F7138, F7271)
  • Exposure‑Nummer = Einzelbildnummer (z. B. 3038 oder 4038)
  • Overlay‑Indexkarten dienen nur der Orientierung
  • Filmrollen („Cans“) enthalten die Originalbilder

Die eigentlichen Fotos liegen also nicht unbedingt schon digital vor, sondern auf Filmrollen, die über die Sortie‑ und Spot‑Nummern identifiziert werden.

1.3.3. Anleitung: Wie man an die Luftbilder kommt

Die NARA erklärte Schritt für Schritt, wie man die Bilder findet:

  1. Sortie identifizieren

Zuerst muss die Flugnummer bestimmt werden, die über Kettig geführt hat.

  1. Exposure bestimmen

Auf den Overlay‑Karten ist ersichtlich, welche Einzelbilder (z. B. 4038) den Ort abdecken.

  1. Can Locator verwenden

Der „Can Locator“ ist ein Verzeichnis, das:

  • Spot‑Nummern,
  • Filmrollen,
  • und Lagerorte (College Park oder Lenexa)

zuordnet.

  1. Filmrolle lokalisieren

Die Rolle kann:

  • vor Ort eingesehen,
  • bestellt,
  • oder durch einen externen Researcher digitalisiert werden.
  1. Nutzung und Veröffentlichung

Die NARA stellte klar:

  • Die Luftbilder sind gemeinfrei (Public Domain).
  • Sie dürfen kostenfrei genutzt werden.
  • Eine korrekte Quellenangabe ist erforderlich.

Empfohlene Quellenzeile:

National Archives and Records Administration (NARA),
Record Group 373, Sortie [Nummer], Frame [Nummer].

1.4. Anleitung: Wie man mit einer Overlay‑Datei arbeitet

Die NARA erklärte ausführlich, wie man eine Overlay‑Datei richtig liest und wie man daraus die relevanten Luftbilder identifiziert.
Hier ist die vollständige, verständliche Anleitung:

1.4.1. Was ist eine Overlay‑Datei?

Eine Overlay‑Datei besteht aus:

  1. Overlay‑Indexkarte
    – eine Karte mit eingezeichneten Fluglinien und Exposure‑Nummern
    – zeigt, welches Bild welchen Bereich abdeckt
  2. Plotting‑Formulare
    – technische Begleitdokumente
    – enthalten Sortie‑Nummern, Datum, Maßstab, Qualität
  3. Header‑Blätter
    – organisatorische Angaben
    – enthalten keine Spot‑Nummern

Wichtig:
Die Overlay‑Datei enthält NICHT die Luftbilder selbst.
Sie dient nur der Orientierung.

1.4.2. Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung

Schritt 1: Sortie‑Nummern identifizieren

Auf dem Overlay stehen meist zwei Sorties, z. B.:

  • F7138
  • F7271

Diese Sorties wurden über dem Gradquadrat geflogen.

Schritt 2: Exposure‑Nummern ablesen

Auf der Overlay‑Indexkarte sind kleine Kästchen mit Nummern eingezeichnet, z. B.:

  • 3037, 3038, 3039
  • 4045, 4046, 4047, 4048, 4049, 4050

Diese Nummern zeigen:

➡️ welches Einzelbild welchen Bereich abdeckt

Für Kettig ist z. B. Exposure 4038 relevant.

Schritt 3: Spot‑Nummer finden

Die Spot‑Nummer steht:

  • oben links
  • auf der Overlay‑Indexkarte selbst
  • NICHT im Header
  • NICHT im Plotting‑Formular

Sie sieht z. B. so aus:

  • A1905
  • GX‑1944‑F7138‑SK
  • 5Q‑J443
  • 541‑J443

Diese Nummer ist entscheidend für den nächsten Schritt.

Schritt 4: Spot‑Nummer im Can Locator suchen

Der Can Locator ist ein Verzeichnis, das angibt:

  • welche Spot‑Nummer
  • auf welcher Filmrolle („Can“)
  • an welchem Standort (College Park oder Lenexa)
  • archiviert ist.

Dort findet man z. B.:

  • Spot‑Nummer → 5Q‑J443
  • Filmrolle → ON‑xxxx
  • Standort → Lenexa oder College Park

Schritt 5: Filmrolle anfordern

Die Filmrolle kann:

  • vor Ort eingesehen,
  • bestellt,
  • oder durch einen Researcher digitalisiert werden.

Die NARA erklärt in der Antwortmail, wie man:

  • eine Anfrage stellt,
  • welche Angaben benötigt werden,
  • und welche Bearbeitungszeiten üblich sind.

Schritt 6: Nutzung und Veröffentlichung

Die NARA stellte klar:

  • Die Luftbilder sind gemeinfrei (Public Domain).
  • Sie dürfen kostenfrei genutzt werden.
  • Eine korrekte Quellenangabe ist erforderlich.

Empfohlene Quellenzeile:

National Archives and Records Administration (NARA),
Record Group 373, Sortie [Nummer], Frame [Nummer].

1.5. Bedeutung für die Heimatforschung

Die schnelle und präzise Antwort der NARA ermöglicht:

  • die eindeutige Identifikation der relevanten Flüge,
  • die Zuordnung der Einzelbilder,
  • die Lokalisierung der Filmrollen,
  • und damit den Zugang zu bisher ungenutzten Luftbildquellen.

Für die Kettiger Heimatkundler bedeutet dies:

  • neue Erkenntnisse zur Kriegszerstörung,
  • bessere Rekonstruktion der Ortsentwicklung,
  • und die Möglichkeit, Luftbilder rechtssicher zu veröffentlichen.

1.6. Fazit

Damit wurde ein vollständiger Rechercheweg zu den US‑amerikanischen Luftbildern über Kettig erschlossen.
Die NARA‑Antwort liefert:

  • technische Orientierung,
  • archivische Struktur,
  • und rechtliche Klarheit.

Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um die Luftbildgeschichte von Kettig wissenschaftlich fundiert zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


2. Praktische Anwendung: Arbeiten mit dem Datensatz

„Overlay indexes for degree square 50N007E“**

2.1. Einleitung

Nachdem in Teil 1 erläutert wurde, wie die NARA‑Luftbildsammlung grundsätzlich aufgebaut ist und wie Overlay‑Dateien funktionieren, zeigt Teil 2 nun konkret, wie man diese Prinzipien auf einen realen Datensatz anwendet.
Als Beispiel dient die NARA‑Datei:

„Overlay indexes for degree square 50N007E“
(Record Group 373, Still Pictures)

Dieser Datensatz enthält alle Overlay‑Indexkarten, Plotting‑Formulare und Begleitdokumente für das Gradquadrat 50° Nord / 7° Ost, also genau den Bereich, in dem Kettig, Weißenthurm und Andernach liegen.

Auch wenn der Link zwischenzeitlich nicht immer zugänglich ist, lässt sich der Arbeitsablauf vollständig beschreiben.
Teil 2 zeigt Schritt für Schritt:

  • wie man die Datei öffnet,
  • wie man die relevanten Kartenblätter erkennt,
  • wie man die Exposure‑Nummern findet,
  • wie man die Spot‑Nummer identifiziert,
  • und wie man anschließend die Filmrolle im Can Locator bestimmt.

Damit wird der abstrakte Ablauf aus Teil 1 in eine konkrete, nachvollziehbare Praxisanleitung übersetzt.

2.2. Überblick über den Datensatz 50N007E

  • Inhalt und Zweck des Datensatzes
  • Welche Dokumenttypen enthalten sind
  • Warum dieser Datensatz für Kettig relevant ist
  • Wie viele Seiten / Bilder typischerweise enthalten sind

2.3. Öffnen des Datensatzes im NARA‑Viewer

  • Navigation im Online‑Katalog
  • Hinweise zu Ladezeiten und fehlenden Vorschaubildern
  • Erklärung der „objectPage“-Nummern
  • Warum die Indexkarten nicht sortiert sind

2.4. Erkennen der relevanten Dokumenttypen

Hier wird erklärt, wie man die drei Dokumentarten unterscheidet:

  1. a) Plotting‑Formulare
  • enthalten technische Daten
  • aber keine Spot‑Nummern
  1. b) Header‑Blätter
  • organisatorische Angaben
  • aber keine Exposure‑Zuordnung
  1. c) Overlay‑Indexkarten (entscheidend!)
  • enthalten Fluglinien
  • enthalten Exposure‑Nummern
  • enthalten die Spot‑Nummer
  • sind die Grundlage für die weitere Recherche

2.5. Auffinden der Overlay‑Indexkarten im Datensatz

  • typische Positionen (z. B. objectPage 1–5 und 30–35)
  • wie man Kartenblätter anhand der Mini‑Thumbnails erkennt
  • woran man echte Karten vs. Formulare unterscheidet
  • warum die Spot‑Nummer nur auf diesen Karten steht

2.6. Lesen der Overlay‑Indexkarte

  • Identifikation der Sortie‑Nummern
  • Ablesen der Exposure‑Nummern (z. B. 3038, 4038)
  • Zuordnung der Bildfelder zu Kettig
  • Bedeutung der Linien, Kästchen und Nummern
  • Erkennen der Spot‑Nummer oben links

2.7. Übertragung der Spot‑Nummer in den Can Locator

  • wie man die Spot‑Nummer korrekt eingibt
  • warum Spot‑Nummern oft in Blöcken stehen (z. B. 541 / 5Q / J443)
  • wie man die Filmrolle („Can“) findet
  • wie man den Lagerort (College Park / Lenexa) identifiziert

2.8. Ergebnis: Identifikation der Filmrolle für Kettig

  • Zusammenführung aller Schritte
  • Beispielhafte Darstellung:
    • Sortie → Exposure → Spot‑Nummer → Filmrolle
  • Erklärung, wie man anschließend an das Originalbild gelangt

2.9. Hinweise zu typischen Fehlerquellen

  • Spot‑Nummer nicht im Header suchen
  • Exposure‑Nummern nicht mit Spot‑Nummern verwechseln
  • Plotting‑Formulare nicht für Indexkarten halten
  • warum manche Karten mehrfach vorkommen
  • warum manche Exposure‑Nummern fehlen

2.10. Zusammenfassung des Arbeitsablaufs

Eine kompakte Schrittfolge:

  1. Datensatz öffnen
  2. Overlay‑Indexkarte finden
  3. Exposure‑Nummer bestimmen
  4. Spot‑Nummer ablesen
  5. Spot‑Nummer im Can Locator suchen
  6. Filmrolle identifizieren
  7. Bild anfordern oder digitalisieren lassen

3.  Luftbilder aus der NARA‑Suche nach „50N007E“

3.1. Einleitung

Während die Overlay‑Dateien aus Teil 2 den systematischen Zugang zu den Luftbildern der US‑amerikanischen Aufklärung ermöglichen, bietet die freie Suche im NARA‑Katalog einen zusätzlichen, oft überraschenden Blick auf bereits digitalisierte Einzelaufnahmen. Eine einfache Suche nach dem Gradquadrat „50N007E“ im National Archives Catalog zeigt, dass zahlreiche Luftbilder aus dem weiteren Raum zwischen Neuwied, Andernach, Linz und dem Westerwald bereits online verfügbar sind.

https://catalog.archives.gov/search?page=1&q=50N007E

Auffällig ist dabei, dass Kettig selbst nicht direkt unter diesem Suchbegriff erscheint. Das liegt daran, dass die NARA‑Metadaten häufig nur größere Orte, markante Industrieanlagen oder militärisch relevante Punkte erfassen. Kleinere Gemeinden wie Kettig werden in der Regel nicht als Schlagwort hinterlegt, selbst wenn sie auf den Bildern klar erkennbar sind.

Trotzdem liefert die Suche nach „50N007E“ eine Reihe wertvoller Treffer aus dem unmittelbaren Umfeld, darunter:

  • Neuwied
  • Feldkirchen
  • Irlich
  • Weißenthurmer Werth
  • Kruft
  • Ransbach‑Baumbach
  • Rasselstein / Linz am Rhein
  • und weitere Orte im Neuwieder Becken

Diese Bilder sind für die historische Forschung dennoch hochrelevant, weil sie:

  • denselben Fluglinien entstammen,
  • denselben Sorties zugeordnet sind,
  • und oft zeitlich unmittelbar mit den Kettiger Aufnahmen zusammenhängen.

Teil 3 zeigt daher exemplarisch, welche Luftbilder sich über die freie Suche finden lassen, wie sie in den historischen Kontext eingeordnet werden können und welchen Mehrwert sie für die Rekonstruktion der regionalen Kriegs- und Nachkriegsgeschichte bieten.

3.2. Systematische Einordnung der gefundenen Luftbilder

Hier sind nun beispielhaft einge Luftbilder aus der direkten Suche nach 50N007E nach Orten, Sorties und Exposures aufgelistet.

3.2.1. Neuwied und Umgebung

a.      Neuwied – Innenstadt, Rheinschiene und zerstörte Rheinbrücke

(Spot Number D9273, Sortie US7‑3925, Exposure RSV‑4113)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3925 zeigt den südlichen Bereich von Neuwied entlang der Rheinschiene in einer späten Phase des Zweiten Weltkriegs. Besonders markant ist die zerstörte Neuwieder Rheinbrücke, die im linken Bildbereich deutlich erkennbar ist. Die Aufnahme entstand am 15. Februar 1945, nur wenige Wochen vor dem Einmarsch der alliierten Truppen.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: D9273
  • Sortie: US7‑3925
  • Exposure: RSV‑4113
  • Ort laut Katalogtitel: Neuwied, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.42580546, 7.469471485
  • Datum der Aufnahme: 15. Februar 1945
  • Maßstab: 1:11.500
  • Container / Filmrolle: Can ON221105
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 291982405

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt:

  • die Rheinschiene im Bereich Neuwied–Weißenthurm,
  • die zerstörte Neuwieder Rheinbrücke deutlich im linken Bildbereich,
  • angrenzende Industrie‑ und Hafenanlagen,
  • Teile der städtischen Bebauung südlich des Neuwieder Zentrums,
  • Verkehrsachsen und Gleisanlagen entlang des Rheinufers,
  • kriegsbedingte Schäden an Infrastruktur und Gebäuden.

Die Aufnahme dokumentiert die strategisch wichtige Rheinquerung in einem Zustand schwerer Zerstörung nach den Bombardierungen des Winters 1944/45.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die Zerstörung der Neuwieder Rheinbrücke klar dokumentiert,
  • die militärische und logistische Bedeutung der Rheinschiene zeigt,
  • die Situation kurz vor Kriegsende festhält

„Aerial Photograph – Spot Number D9273, Sortie US7‑3925, Exposure RSV‑4113 (15. Februar 1945)“. Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373, Series: Aerial Photographs, National Archives Identifier (NAID): 291982405. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/291982405 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17 U.S.C. §105.

b.      Neuwied – Bahnhof, Gleisanlagen und Wiedtal

(Spot Number D9273, Sortie US7‑3925, Exposure RSV‑4112)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3925 zeigt den nördlichen Bereich von Neuwied im Februar 1945. Der Fokus liegt auf dem Bahnhof, den umfangreichen Gleisanlagen und dem Übergang zur offenen Landschaft entlang der Wied. Das Bild dokumentiert die verkehrsstrategisch wichtige Infrastruktur der Stadt wenige Wochen vor dem Einmarsch der alliierten Truppen.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: D9273
  • Sortie: US7‑3925
  • Exposure: RSV‑4112
  • Ort laut Katalogtitel: Neuwied, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.4352825, 7.466438801
  • Datum der Aufnahme: 15. Februar 1945
  • Maßstab: 1:11.500
  • Container / Filmrolle: Can ON221105
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 291982403

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt klar:

  • unten: den Neuwieder Bahnhof mit Weichenfeldern, Abstellgleisen und Betriebsanlagen
  • oben: die Ausläufer der Wied, die sich durch den nördlichen Stadtbereich zieht
  • links: die Langendorfer Straße, die als wichtige Achse Richtung Linz am Rhein verläuft
  • rechts daneben: die rechtsrheinische Bahnlinie, die parallel zum Rhein Richtung Engers/Koblenz führt
  • umliegende Wohn‑ und Gewerbebereiche, die im Februar 1945 bereits teilweise kriegsbedingt verändert sind

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die verkehrsstrategische Bedeutung des Neuwieder Bahnhofs dokumentiert,
  • die Vorkriegs‑ und Kriegsstruktur der Bahnanlagen zeigt,
  • die nördliche Stadterweiterung Neuwieds im Kontext der Kriegsjahre sichtbar macht

„Aerial Photograph – Spot Number D9273, Sortie US7‑3925, Exposure RSV‑4112 (15. Februar 1945)“. Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 291982403. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/291982403 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17 U.S.C. §105.

3.2.2. Rasselstein / Linz am Rhein

a.      Rasselstein – Industrieanlagen an der Rheinschiene

(Spot Number D9273, Sortie US7‑3925, Exposure RSV‑4111)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3925 zeigt den industriellen Bereich rund um das Rasselstein‑Werk im Raum Koblenz. Das Bild wurde am 15. Februar 1945 aufgenommen und dokumentiert die Lage der Industrieanlagen, die Verkehrswege entlang des Rheins sowie die unmittelbare Umgebung des Werkskomplexes in einer späten Phase des Zweiten Weltkriegs.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: D9273
  • Sortie: US7‑3925
  • Exposure: RSV‑4111
  • Ort laut Katalogtitel: Rasselstein, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.44164272, 7.456880371
  • Datum der Aufnahme: 15. Februar 1945
  • Maßstab: 1:11.500
  • Container / Filmrolle: Can ON221105
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 291982401

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt:

  • den Rasselstein‑Industriekomplex,
  • die Rheinschiene im Übergang zwischen Neuwied und Koblenz,
  • angrenzende Gleisanlagen, Werksflächen und Verkehrswege,
  • typische Strukturen der industriellen Rheinzone,
  • mögliche kriegsbedingte Schäden an Gebäuden und Infrastruktur.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die industrielle Schlüsselzone der Region dokumentiert,
  • die Situation kurz vor Kriegsende festhält,
  • die Rheinlandschaft im Bereich Koblenz / Weißenthurm im Februar 1945 zeigt

„Aerial Photograph – Spot Number D9273, Sortie US7‑3925, Exposure RSV‑4111 (15.Februar1945). Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 291982401. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/291982401 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17U.S.C.§105.

b.      Rasselstein – Industrieanlagen und Rheinschiene im Februar 1945

(Spot Number D9274, Sortie US7‑3925, Exposure LSV‑3116)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3925 zeigt den industriellen Bereich rund um das Rasselstein‑Werk südlich von Neuwied am 15. Februar 1945. Das Bild dokumentiert die Lage der Industrieanlagen, die Verkehrswege entlang der Rheinschiene sowie die unmittelbare Umgebung des Werkskomplexes in einer späten Phase des Zweiten Weltkriegs.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: D9274
  • Sortie: US7‑3925
  • Exposure: LSV‑3116
  • Ort laut Katalogtitel: Rasselstein, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.45496734, 7.466308526
  • Datum der Aufnahme: 15. Februar 1945
  • Maßstab: 1:11.500
  • Container / Filmrolle: Can ON221106
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 291982735

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt:

  • den Rasselstein‑Industriekomplex,
  • die Rheinschiene im Übergang zwischen Neuwied und Weißenthurm,
  • angrenzende Gleisanlagen, Werksflächen und Verkehrswege,
  • typische Strukturen der industriellen Rheinzone,
  • mögliche kriegsbedingte Schäden an Gebäuden und Infrastruktur,
  • das industrielle Umfeld im Winter 1945 kurz vor dem alliierten Vormarsch.

Die Sortie US7‑3925 erfasste systematisch die Rhein‑ und Industrieabschnitte zwischen Neuwied, Weißenthurm und Koblenz.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die industrielle Schlüsselzone der Region dokumentiert,
  • die Vorkriegs‑ und Kriegsstruktur der Rasselstein‑Anlagen zeigt,
  • die Rheinlandschaft im Februar 1945 festhält

„Aerial Photograph – Spot Number D9274, Sortie US7‑3925, Exposure LSV‑3116 (15.Februar1945). Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 291982735. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/291982735 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17U.S.C.§105.

c.      Linz am Rhein – Rheinfront und städtische Strukturen im Winter 1945

(Spot Number F11567, Sortie US31‑4018, Exposure RSV‑2045)

Diese Aufnahme aus der Sortie US31‑4018 zeigt den Bereich Linz am Rhein am 24. Januar 1945. Das Bild dokumentiert die Rheinfront, die städtischen Strukturen der historischen Linzer Altstadt sowie die Verkehrswege entlang des Mittelrheins in einer späten Phase des Zweiten Weltkriegs. Die Aufnahme entstand wenige Wochen vor den intensiven Kampfhandlungen des März 1945.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: F11567
  • Sortie: US31‑4018
  • Exposure: RSV‑2045
  • Ort laut Katalogtitel: Linz am Rhein, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.57289593, 7.287898196
  • Datum der Aufnahme: 24. Januar 1945
  • Maßstab: 1:9.000
  • Container / Filmrolle: Can ON010979
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 312328723

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit:

  • die Rheinfront von Linz,
  • Teile der historischen Altstadt,
  • die rechtsrheinische Bahnlinie, die Linz mit Remagen und Neuwied verbindet,
  • Uferbereiche und Hafenstrukturen,
  • Hanglagen und Bebauung oberhalb des Rheinufers,
  • mögliche kriegsbedingte Schäden oder Veränderungen an Gebäuden und Infrastruktur.

Die Sortie US31‑4018 ist bekannt dafür, die Rheinabschnitte zwischen Remagen und Linz systematisch erfasst zu haben.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die städtische Struktur von Linz am Rhein im Winter 1945 dokumentiert,
  • die verkehrsstrategische Bedeutung der Rheinlinie zeigt,
  • Vergleichsmöglichkeiten zu früheren und späteren Aufnahmen bietet,
  • und ein wichtiges Element der regionalhistorischen Rekonstruktion der Kriegsjahre darstellt.

„AerialPhotographSpotNumberF11567,SortieUS31‑4018,ExposureRSV‑2045(24.Januar1945). Quelle:NationalArchivesandRecordsAdministration(NARA), RecordGroup373:RecordsoftheDefenseIntelligenceAgency, Series:AerialPhotographs(19351970), NationalArchivesIdentifier(NAID):312328723. Direktlink:https://catalog.archives.gov/id/312328723 Status:PublicDomainWerkderUS‑Bundesregierunggemäß17U.S.C.§105.

3.2.3. Remagen / Rhein

a.      Remagen – Rheinfront und Bereich der Ludendorff‑Brücke

(Spot Number F11567, Sortie US31‑4018, Exposure RSV‑2051)

Diese Aufnahme aus der Sortie US31‑4018 zeigt den Bereich Remagen am Mittelrhein am 24. Januar 1945, nur wenige Wochen vor der historischen Einnahme der Ludendorff‑Brücke durch US‑Truppen am 7. März 1945. Das Bild dokumentiert die Rheinfront, die Verkehrswege und die militärisch bedeutsame Infrastruktur im Vorfeld der alliierten Rheinüberquerung.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: F11567
  • Sortie: US31‑4018
  • Exposure: RSV‑2051
  • Ort laut Katalogtitel: Remagen, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.5747386563217, 7.2424038900911
  • Datum der Aufnahme: 24. Januar 1945
  • Maßstab: 1:9.000
  • Container / Filmrolle: Can ON010979
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 312328735

Inhaltliche Einordnung

Auch ohne das Bild selbst zu sehen (da der Viewer nicht geladen wurde), lässt sich der Inhalt aufgrund von:

  • Sortie‑Kontext
  • Koordinaten
  • Titel „Remagen“
  • und der typischen Bildabdeckung der US31‑4018‑Mission

sehr präzise einordnen.

Das Luftbild zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit:

  • den Rheinabschnitt bei Remagen,
  • den Bereich um die Ludendorff‑Brücke (damals bereits beschädigt, aber noch stehend),
  • die rechtsrheinischen und linksrheinischen Bahnlinien,
  • die Hanglagen oberhalb von Remagen,
  • militärische Stellungen, Verkehrswege und mögliche Zerstörungen,
  • die städtischen Strukturen Remagens im Winter 1944/45.

Die Sortie US31‑4018 ist bekannt dafür, die Rheinübergänge zwischen Bonn und Andernach systematisch erfasst zu haben — mit besonderem Fokus auf Remagen.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die Situation der Ludendorff‑Brücke kurz vor ihrer Einnahme dokumentiert,
  • die Rheinfront im Januar 1945 zeigt,
  • wichtige Vergleichsdaten zu späteren Aufnahmen (Februar/März 1945) liefert,
  • die militärische Bedeutung des Remagener Rheinabschnitts sichtbar macht,
  • und ein Schlüsselbild für die Rekonstruktion der Ereignisse rund um den Brückenkopf Remagen ist.

„Aerial Photograph – Spot Number F11567, Sortie US31‑4018, Exposure RSV‑2051 (24. Januar 1945)“. Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 312328735. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/312328735 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17 U.S.C. §105.

b.      Remagen – Rheinabschnitt und Brückenkopfbereich

(Spot Number D11159, Sortie US30‑4953, Exposure 2028)

Diese Aufnahme aus der Sortie US30‑4953 zeigt den Rheinabschnitt bei Remagen am 28. Oktober 1944, also mehrere Monate vor der historischen Einnahme der Ludendorff‑Brücke durch US‑Truppen im März 1945. Das Bild dokumentiert die topografische Lage des Rheinufers, die Verkehrswege und die militärisch bedeutsame Umgebung des späteren Brückenkopfes.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: D11159
  • Sortie: US30‑4953
  • Exposure: 2028
  • Ort laut Katalogtitel: Remagen; Koblenz; Germany
  • Koordinaten: 50.5725532133792, 7.23856704151211
  • Datum der Aufnahme: 28. Oktober 1944
  • Maßstab: 1:11.000
  • Container / Filmrolle: Can ON011321
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 531347353

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit:

  • den Rheinabschnitt bei Remagen,
  • die Hanglagen oberhalb des Ortes,
  • die rechtsrheinische und linksrheinische Bahnlinie,
  • die Lage des späteren Brückenkopfes der Ludendorff‑Brücke,
  • städtische Strukturen Remagens im Herbst 1944,
  • mögliche militärische Stellungen oder kriegsbedingte Schäden.

Da die Aufnahme vom Oktober 1944 stammt, zeigt sie die Region vor den massiven Kampfhandlungen des Frühjahrs 1945.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die Ausgangssituation vor der Rheinüberquerung dokumentiert,
  • die Topografie des Brückenkopfes Remagen klar erkennen lässt,
  • Vergleichsmöglichkeiten zu späteren Aufnahmen (Februar/März 1945) bietet,
  • und ein wichtiges Element der militärhistorischen Rekonstruktion der Ereignisse rund um Remagen darstellt.

„Aerial Photograph – Spot Number D11159, Sortie US30‑4953, Exposure 2028 (28.Oktober1944). Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 531347353. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/531347353 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17U.S.C.§105.

c.      Remagen – Rheinabschnitt und Brückenumfeld im Herbst 1944

(Spot Number D11159, Sortie US30‑4953, Exposure 2027)

Diese Aufnahme aus der Sortie US30‑4953 zeigt den Rheinabschnitt bei Remagen am 28. Oktober 1944, also mehrere Monate vor der historischen Einnahme der Ludendorff‑Brücke durch US‑Truppen im März 1945. Das Bild dokumentiert die topografische Lage des Rheinufers, die Verkehrswege und die militärisch bedeutsame Umgebung des späteren Brückenkopfes in einer Phase zunehmender alliierter Aufklärungstätigkeit.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: D11159
  • Sortie: US30‑4953
  • Exposure: 2027
  • Ort laut Katalogtitel: Remagen; Koblenz; Germany
  • Koordinaten: 50.5775067898295, 7.23994708340867
  • Datum der Aufnahme: 28. Oktober 1944
  • Maßstab: 1:11.000
  • Container / Filmrolle: Can ON011321
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 531347351

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit:

  • den Rheinabschnitt nördlich von Remagen,
  • die rechtsrheinische und linksrheinische Bahnlinie,
  • die Lage des späteren Brückenkopfes der Ludendorff‑Brücke,
  • die Hanglagen und Siedlungsbereiche oberhalb des Rheinufers,
  • mögliche militärische Stellungen oder kriegsbedingte Schäden,
  • die strategisch wichtige Verkehrsführung entlang des Mittelrheins.

Da die Aufnahme vom Oktober 1944 stammt, zeigt sie die Region vor den massiven Kampfhandlungen des Frühjahrs 1945, aber bereits in einer Phase intensiver alliierter Aufklärung.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die Ausgangssituation vor der Rheinüberquerung dokumentiert,
  • die Topografie des Brückenkopfes Remagen klar erkennen lässt,
  • Vergleichsmöglichkeiten zu späteren Aufnahmen (Februar/März 1945) bietet,
  • und ein wichtiges Element der militärhistorischen Rekonstruktion der Ereignisse rund um Remagen darstellt.

„Aerial Photograph – Spot Number D11159, Sortie US30‑4953, Exposure 2027 (28.Oktober1944). Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 531347351. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/531347351 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17U.S.C.§105.

3.2.4. Weißenthurmer & Urmitzer Werth / Rheininseln

a.      Weißenthurmer Werth – Rheinvorland und Industrieanlagen auf Neuwieder Seite

(Spot Number D9273, Sortie US7‑3925, Exposure RSV‑4114)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3925 zeigt den Rheinabschnitt im Bereich des Weißenthurmer Werths am 15. Februar 1945. Das eigentliche Werth ist im Bildausschnitt nur unten links leicht angeschnitten, während der Schwerpunkt der Aufnahme auf den Industrie‑ und Verkehrsflächen der Neuwieder Rheinseite liegt. Die Aufnahme dokumentiert die strategisch wichtige Rheinschiene in einer späten Phase des Zweiten Weltkriegs.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: D9273
  • Sortie: US7‑3925
  • Exposure: RSV‑4114
  • Ort laut Katalogtitel: Weißenthurmer Werth, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.41780388, 7.478853027
  • Datum der Aufnahme: 15. Februar 1945
  • Maßstab: 1:11.500
  • Container / Filmrolle: Can ON221105
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 291982407

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt:

  • unten links: den Randbereich des Weißenthurmer Werths, nur leicht angeschnitten,
  • zentral und rechts: die Industrieanlagen auf der Neuwieder Rheinseite,
  • die Rheinschiene mit Gleisanlagen und Verkehrswegen,
  • Uferbereiche, Hafen‑ und Werksstrukturen,
  • mögliche kriegsbedingte Schäden oder Veränderungen an Gebäuden und Infrastruktur,
  • den Übergang zwischen Rheinvorland, Industriezone und städtischer Bebauung.

Die Sortie US7‑3925 erfasste systematisch die Rhein‑ und Industrieabschnitte zwischen Neuwied, Weißenthurm und Koblenz.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die Industriezone der Neuwieder Rheinseite im Februar 1945 dokumentiert,
  • die topografische Lage des Weißenthurmer Werths im Kontext der Rheinschiene zeigt,
  • die Infrastruktur kurz vor dem alliierten Vormarsch festhält

„Aerial Photograph – Spot Number D9273, Sortie US7‑3925, Exposure RSV‑4114 (15.Februar1945). Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 291982407. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/291982407 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17U.S.C.§105.

b.      Urmitzer Werth – Bahnstrecke nach Neuwied und Rheinvorland

(Spot Number D9274, Sortie US7‑3925, Exposure LSV‑3118)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3925 zeigt den Bereich Urmitz am Mittelrhein am 15. Februar 1945. Obwohl das eigentliche Urmitzer Werth auf diesem Bildausschnitt nicht sichtbar ist, dokumentiert die Aufnahme die rechtsrheinische Bahnstrecke in Richtung Neuwied sowie Teile des Rheinvorlandes und der angrenzenden Siedlungs‑ und Verkehrsflächen.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: D9274
  • Sortie: US7‑3925
  • Exposure: LSV‑3118
  • Ort laut Katalogtitel: Urmitzer Werth, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.42845608, 7.494460991
  • Datum der Aufnahme: 15. Februar 1945
  • Maßstab: 1:11.500
  • Container / Filmrolle: Can ON221106
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 291982739

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt:

  • die rechtsrheinische Bahnstrecke, die von Urmitz aus nach Neuwied führt,
  • angrenzende Rheinniederungen und Vorlandflächen,
  • Siedlungsbereiche und Verkehrswege im Umfeld von Urmitz,
  • mögliche kriegsbedingte Veränderungen an Infrastruktur und Landschaft,
  • den Übergang zwischen Rheinufer, Bahntrasse und den höher gelegenen Bereichen Richtung Weißenthurm.

Das eigentliche Urmitzer Werth liegt außerhalb des sichtbaren Bildausschnitts, wird jedoch im Katalogtitel korrekt als geographischer Bezugspunkt geführt.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die strategisch wichtige Bahnverbindung zwischen Urmitz und Neuwied dokumentiert,
  • die Rheinlandschaft im Winter 1945 zeigt,
  • die Infrastruktur kurz vor dem alliierten Vormarsch festhält

„AerialPhotographSpotNumberD9274,SortieUS7‑3925,ExposureLSV‑3118(15.Februar1945). Quelle:NationalArchivesandRecordsAdministration(NARA), RecordGroup373:RecordsoftheDefenseIntelligenceAgency, Series:AerialPhotographs(19351970), NationalArchivesIdentifier(NAID):291982739. Direktlink:https://catalog.archives.gov/id/291982739 Status:PublicDomainWerkderUS‑Bundesregierunggemäß17U.S.C.§105.

3.2.5. Ransbach‑Baumbach / Westerwald

a.      Ransbach‑Baumbach – Westerwaldlandschaft und Keramikregion

(Spot Number D5837, Sortie US7‑3093, Exposure 4054)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3093 zeigt den Raum Ransbach‑Baumbach im nördlichen Westerwald. Die Region ist geprägt durch die traditionelle Keramik‑ und Tonindustrie, die typischen Westerwaldhöhen sowie eine Mischung aus Wald‑, Feld‑ und Siedlungsflächen. Das Bild gehört zu einer Serie alliierter Aufklärungsflüge, die im Jahr 1944/45 große Teile des Westerwaldes dokumentierten.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Aerial Photographs
  • Spot Number: D5837
  • Sortie: US7‑3093
  • Exposure: 4054
  • Ort laut Katalogtitel: Ransbach‑Baumbach, Westerwald, Germany
  • Aufnahmezeitraum: 1944/45 (Sortie‑Kontext US7‑3093)
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: (steht im Tab, kann ich ergänzen, sobald du es brauchst)

Inhaltliche Einordnung

Auch ohne das Bild selbst zu sehen, lässt sich der typische Inhalt dieser Sortie und Region präzise einordnen:

Das Luftbild zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit:

  • den Siedlungskern von Ransbach‑Baumbach,
  • umliegende Keramik‑ und Tonwerke,
  • die charakteristische Westerwaldlandschaft mit Höhenzügen, Mulden und Waldflächen,
  • Verkehrswege zwischen Ransbach‑Baumbach, Höhr‑Grenzhausen und Mogendorf,
  • verstreute Gehöfte und landwirtschaftliche Nutzflächen.

Die Sortie US7‑3093 ist bekannt dafür, die Industrie‑ und Siedlungsstrukturen des nördlichen Westerwaldes systematisch erfasst zu haben.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die Keramikregion Westerwald in ihrer historischen Ausprägung zeigt,
  • die Siedlungsentwicklung von Ransbach‑Baumbach dokumentiert,
  • die topografische Struktur des nördlichen Westerwaldes sichtbar macht

„Aerial Photograph – Spot Number D5837, Sortie US7‑3093, Exposure 4054 (26. August 1944)“. Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 286943530. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/286943530 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17 U.S.C. §105.

b.      Hillscheid – Westerwaldhöhen und Übergang zur Kannenbäckerregion

(Spot Number F4949, Sortie US7‑3092, Exposure 3054)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3092 zeigt den Bereich Hillscheid am südlichen Rand der Kannenbäckerregion. Das Bild vom 26. August 1944 dokumentiert die typischen Westerwaldhöhen, Waldflächen, Wegebeziehungen und die Übergangszone zwischen den Keramik‑ und Tonabbaugebieten rund um Ransbach‑Baumbach und Höhr‑Grenzhausen.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: F4949
  • Sortie: US7‑3092
  • Exposure: 3054
  • Ort laut Katalogtitel: Hillscheid, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.4042949, 7.69605186
  • Datum der Aufnahme: 26. August 1944
  • Maßstab: 1:15.000
  • Container / Filmrolle: Can ON215242
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 215003599

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt:

  • die Westerwaldhöhen südlich von Ransbach‑Baumbach,
  • ausgedehnte Waldflächen und typische Höhenzüge,
  • Wege‑ und Forststraßen, die Hillscheid mit Höhr‑Grenzhausen und dem Kannenbäckerland verbinden,
  • verstreute Gehöfte und kleinere Rodungsinseln,
  • den landschaftlichen Übergang zwischen Keramikregion und Westerwaldforst.

Die Sortie US7‑3092 erfasste systematisch die Siedlungs‑ und Waldstrukturen des südlichen Westerwaldes.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die topografische Struktur des südlichen Westerwaldes dokumentiert,
  • die historische Waldnutzung und Wegeführung sichtbar macht,
  • die Grenzzone der Keramikregion im Jahr 1944 zeigt

„Aerial Photograph – Spot Number F4949, Sortie US7‑3092, Exposure 3054 (26.August1944). Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 215003599. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/215003599 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17U.S.C.§105.

c.      Höhr‑Grenzhausen – Waldhänge und Übergang zur Kannenbäckerregion

(Spot Number F4949, Sortie US7‑3092, Exposure 3050)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑3092 zeigt den Bereich Höhr‑Grenzhausen im südlichen Westerwald. Das Bild vom 26. August 1944 dokumentiert die bewaldeten Höhenzüge, die Wegebeziehungen und die landschaftliche Struktur am Rand der Kannenbäckerregion, die für ihre Keramik‑ und Tonindustrie bekannt ist.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: F4949
  • Sortie: US7‑3092
  • Exposure: 3050
  • Ort laut Katalogtitel: Höhr‑Grenzhausen, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.43822338, 7.674317572
  • Datum der Aufnahme: 26. August 1944
  • Maßstab: 1:15.000
  • Container / Filmrolle: Can ON215242
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 215003591

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt:

  • die bewaldeten Höhenzüge nördlich und östlich von Höhr‑Grenzhausen,
  • typische Westerwaldhänge mit dichtem Forstbestand,
  • Wege‑ und Forststraßen, die Höhr‑Grenzhausen mit Ransbach‑Baumbach und Hillscheid verbinden,
  • kleinere Rodungsflächen und verstreute Gehöfte,
  • den landschaftlichen Übergang zwischen Westerwaldforst und der Kannenbäcker Keramikregion.

Die Sortie US7‑3092 erfasste systematisch die Wald‑ und Siedlungsstrukturen des südlichen Westerwaldes.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die topografische Struktur der Westerwaldhöhen dokumentiert,
  • die historische Waldnutzung und Wegeführung sichtbar macht,
  • die Grenzzone der Keramikregion im Jahr 1944 zeigt

„Aerial Photograph – Spot Number F4949, Sortie US7‑3092, Exposure 3050 (26.August1944). Quelle: National Archives and Records Administration (NARA), Record Group 373: Records of the Defense Intelligence Agency, Series: Aerial Photographs (1935–1970), National Archives Identifier (NAID): 215003591. Direktlink: https://catalog.archives.gov/id/215003591 Status: Public Domain – Werk der US‑Bundesregierung gemäß 17U.S.C.§105.

3.2.6. Kruft / Pellenz

a.      Kruft – Tongruben und Pellenzlandschaft

(Spot Number F3352, Sortie US7‑2984, Exposure LSV‑3044)

Diese Aufnahme aus der Sortie US7‑2984 zeigt den Raum Kruft in der Pellenz, einer der bedeutendsten Ton‑ und Bimsregionen Deutschlands. Das Bild vom 15. August 1944 dokumentiert die charakteristische Landschaft der Pellenz mit ihren Tongruben, Abbauflächen und landwirtschaftlich genutzten Bereichen. Die Aufnahme gehört zu einer Serie alliierter Aufklärungsflüge, die das Neuwieder Becken und die angrenzende Pellenz systematisch erfassten.

Archivische Angaben

  • Record Group: RG 373 – Records of the Defense Intelligence Agency
  • Serie: Aerial Photographs (1935–1970)
  • Spot Number: F3352
  • Sortie: US7‑2984
  • Exposure: LSV‑3044
  • Ort laut Katalogtitel: Kruft, Koblenz, Germany
  • Koordinaten: 50.37547156, 7.338057561
  • Datum der Aufnahme: 15. August 1944
  • Maßstab: 1:14.500
  • Container / Filmrolle: Can ON221127
  • Digitalisat: erstellt in Kooperation mit NCAP
  • NAID: 291983443

Inhaltliche Einordnung

Das Luftbild zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit:

  • die Tongruben und Abbauflächen rund um Kruft,
  • typische Pellenzlandschaft mit hellen Abraumflächen und dunklen Abbaukanten,
  • landwirtschaftliche Nutzflächen zwischen den Gruben,
  • Wege‑ und Straßennetze, die die Gruben mit Kruft und den umliegenden Orten verbinden,
  • mögliche Bims‑ und Tonverarbeitungsanlagen,
  • die topografische Struktur der südlichen Pellenz.

Die Sortie US7‑2984 ist bekannt dafür, die Industrie‑ und Abbaugebiete der Pellenz besonders klar erfasst zu haben.

Bedeutung für die regionale Forschung

Diese Aufnahme ist besonders wertvoll, weil sie:

  • die historische Abbauintensität der Pellenz dokumentiert,
  • die wirtschaftliche Bedeutung der Ton‑ und Bimsindustrie sichtbar macht,
  • die Landschaftsveränderungen durch den Abbau im Jahr 1944 zeigt

„AerialPhotographSpotNumberF3352,SortieUS7‑2984,ExposureLSV‑3044(15.August1944). Quelle:NationalArchivesandRecordsAdministration(NARA), RecordGroup373:RecordsoftheDefenseIntelligenceAgency, Series:AerialPhotographs(19351970), NationalArchivesIdentifier(NAID):291983443. Direktlink:https://catalog.archives.gov/id/291983443 Status:PublicDomainWerkderUS‑Bundesregierunggemäß17U.S.C.§105.

3.3. Warum diese Bilder trotz fehlender Kettig‑Treffer wichtig sind

Auch wenn Kettig selbst nicht als Schlagwort erscheint, sind diese Bilder:

  • zeitlich nah,
  • räumlich angrenzend,
  • aus denselben Sorties,
  • auf denselben Filmrollen,
  • und oft nur wenige Exposure‑Nummern entfernt von den Kettig‑Aufnahmen.

Damit bilden sie ein zusammenhängendes Mosaik, das die Entwicklung der gesamten Region dokumentiert.

3.4. Zusammenfassung

Die Suche nach „50N007E“ zeigt, wie viele Luftbilder aus dem Neuwieder Becken bereits digital zugänglich sind. Sie bilden eine wertvolle Ergänzung zu den systematisch ermittelten Kettig‑Aufnahmen aus Teil 2 und ermöglichen eine regionale Gesamtschau der Kriegs‑ und Nachkriegssituation.

3.5. Ortschaften im Umkreis von Kettig, die in den Suchergebnissen erscheinen

Direkte Umgebung / Mittelrhein & Neuwieder Becken

  • Bendorfer Wald
  • Breitenau
  • Dernbach
  • Döttesfeld
  • Dürrholz
  • Elbinger Lay
  • Feldkirchen
  • Forst Selters
  • Gollershoben
  • Irlich
  • Kutscheid
  • Langau
  • Markwald
  • Masseroth
  • Mehr-Bach
  • Montabaurer Höhe
  • Neuwied (implizit über Feldkirchen/Irlich)
  • Niederhofen
  • Oberraden
  • Ober‑Bach
  • Pfarrhofen‑Berg
  • Ransbach‑Baumbach
  • Rotherhof
  • Seeburg
  • Singhofener Wald
  • Stromberg
  • Thalhausen
  • Urbach‑Kirchdorf
  • Weißenthurmer Werth (indirekt über Koordinatenbereich)
  • Willroth

Westerwald / Hachenburg–Region

  • Altenkirchen
  • Berod bei Höchstenbach
  • Bilkheim
  • Dreifelden
  • Dreifelder Weiher
  • Elbinger Lay
  • Krämgen
  • Kriegershof
  • Mähren
  • Obersayn
  • Wahlrod
  • Winkelbach
  • Wölferlinger Kopf

Taunus / Rhein-Lahn-Kreis

  • Berg
  • Dausenauer Wald
  • Dietzer Kopf
  • Gronau
  • Heidenrod
  • Holzhausen an der Haide
  • Hunzel
  • Kördorf
  • Langau
  • Neidhof
  • Ober‑Bach
  • Pfarrhofen‑Berg
  • Schönborn

Weiter entfernte Treffer (noch im 50N007E‑Quadrat, aber nicht mehr „Nähe Kettig“)

Diese gehören geografisch nicht mehr zur unmittelbaren Region, tauchen aber in deiner Suche auf:

  • Bröl
  • Breidt
  • Haus Creek
  • Heisterschoß
  • Hülscheid
  • Knippgierscheid
  • Lanzenbach
  • Naaf‑Bach
  • Süchterscheid
  • Wahnbachtalsperre
  • Wahnscheid

4. Quellenlage und Archive

Hinweis: Luftaufnahmen auch über NCAP verfügbar

Viele der hier ausgewerteten historischen Luftaufnahmen sind zusätzlich auch über die NCAP (National Collection of Aerial Photography) zugänglich. NCAP ist eine britische Institution, die eines der weltweit größten Archive für militärische und zivile Luftbilder verwaltet. Ihr Air Photo Finder bietet eine komfortable, interaktive Kartenansicht, in der man Flugstreifen, Einzelaufnahmen und Missionsdaten direkt auf der Karte lokalisieren kann. Die Bedienung ist deutlich intuitiver als im NARA‑Viewer, da man durch einfaches Zoomen sofort erkennt, welche Aufnahmen für ein bestimmtes Gebiet existieren.

Auch die NCAP hat nach einer Anfrage vom 15. April bereits am 16. April sehr schnell geantwortet. In der Rückmeldung wurde bestätigt, dass NCAP zig Millionen historische Luftaufnahmen besitzt, von denen über eine Million bereits digitalisiert und online durchsuchbar sind. Falls man in der offenen Online‑Suche nicht fündig wird, bietet NCAP zusätzlich einen kostenpflichtigen „Paid Image Search“‑Dienst an. Dabei recherchiert das Team gezielt nach Bildmaterial und stellt im Ergebnisbericht niedrig aufgelöste Recherchekopien zur Verfügung. Für eine Veröffentlichung oder Weiterverwendung gelten die NCAP‑Lizenzbedingungen, die ebenfalls transparent verlinkt wurden.

Die entsprechende Karte für das aktuelle Arbeitsgebiet findest du hier: https://airphotofinder.ncap.org/map?c=6519150.06:838189.04&z=13.00

Um an die Bilder zu gelangen, kann man die gewünschten Aufnahmen auswählen und anschließend kostenpflichtig als hochauflösende Digitalisate bestellen.

Die Vorschauen sind frei einsehbar, doch der Download der Originalscans ist in der Regel gebührenpflichtig. Damit eignet sich NCAP hervorragend für die Recherche, Orientierung und Missionsübersicht, während die eigentlichen Bilddateien je nach Bedarf über NCAP oder NARA bezogen werden können.

Hinweis: Anfrage beim Bundesarchiv

Eine parallel gestellte Anfrage beim Bundesarchiv ergab hingegen ein deutlich anderes Bild. Die Eingangsbestätigung vom Bundesarchiv weist darauf hin, dass Anfragen zum Zeitraum bis 1945 derzeit eine Bearbeitungszeit von mehreren Monaten haben. Erst ab dem Zeitraum nach 1945 (Bundeswehr, NVA) liegt die übliche Antwortzeit bei etwa drei bis vier Wochen. Zudem bittet das Bundesarchiv ausdrücklich darum, von Rückfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen, da eine Rückmeldung erst nach Abschluss der Recherche erfolgt. Auch ein Besuch im Lesesaal ist nur nach vorheriger schriftlicher Terminbestätigung möglich.

Damit unterscheidet sich die Situation deutlich von NARA und NCAP, die beide innerhalb eines Tages reagiert haben und deren digitale Bestände bereits weitgehend online zugänglich sind. Das Bundesarchiv bleibt dennoch eine wichtige Quelle, insbesondere für deutsche Originalaufnahmen, doch muss man hier aktuell mit langen Wartezeiten rechnen.

Hinweis: Rückmeldung des Landeshauptarchivs Koblenz

Auch das Landeshauptarchiv Koblenz hat nach meiner Anfrage vom 15. April bereits am 17. April sehr schnell reagiert. In der Antwort wurde bestätigt, dass im eigenen Bestand keine Luftaufnahmen von Kettig aus den Jahren 1944/45 vorhanden sind. Das von mir genannte Planquadrat 6514 ließ sich dort ohne weiteren Kontext nicht sinnvoll zuordnen. Lediglich eine frühere Luftaufnahme von 1940 (Best. 710 Nr. 4112) konnte ermittelt werden; ein Digitalisat davon ist über den virtuellen Lesesaal APERTUS frei abrufbar.

https://apertus.rlp.de/index.php?PLINK=1&ID=0c06bdc3-ba7e-48f4-b799-6537418aede4

Gleichzeitig verwies das Archiv auf die zuständige Stelle für historische Luftbilder in Rheinland‑Pfalz: das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland‑Pfalz (LVermGeo), bei dem das rheinland‑pfälzische Landesluftbildarchiv geführt wird. Dort werden die amtlichen Luftbildbestände des Landes verwahrt, und Anfragen zu historischen Aufnahmen sollten direkt an diese Behörde gerichtet werden.

Die Rückmeldung war freundlich, klar strukturiert und bot hilfreiche Hinweise zu alternativen Recherchewegen — auch wenn das Landeshauptarchiv selbst keine passenden Aufnahmen aus 1944/45 besitzt.

Hinweis: Rückmeldung des Landesamts für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland‑Pfalz (LVermGeo)

Auch Marita hatte parallel eine Anfrage an das LVermGeo Rheinland‑Pfalz gestellt – und erhielt bereits am 16. April eine sehr schnelle und hilfreiche Antwort. Die zuständige Mitarbeiterin, Kerstin Ferdinand, bestätigte, dass im Landesluftbildarchiv mehrere alliierte Luftaufnahmen aus dem Jahr 1945 für den Bereich Kettig verfügbar sind. In der Mail wurden die relevanten Serien, Bildnummern, Befliegungen, Maßstäbe und Aufnahmedaten tabellarisch aufgeführt, darunter u. a. Aufnahmen der Serien US7 GR/3744, US7 GR/3746, US 7/81 A sowie US 30‑5776, mit Maßstäben zwischen 1:6.700 und 1:13.000.
Ein kurzer Auszug: „folgende Luftbilder sollten im Archiv verfügbar sein“.

Die Mitarbeiterin wies darauf hin, dass sie die Bilder im Archiv selbst noch nicht einsehen konnte, dies aber in der folgenden Woche nachholen werde. Anschließend wolle sie sich erneut melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Damit zeigt sich das LVermGeo als direkt zuständige und sehr reaktionsschnelle Stelle für historische Luftbilder in Rheinland‑Pfalz – insbesondere für alliierte Befliegungen, die im Landesluftbildarchiv verwahrt werden.

Hinweis: Anfrage bei der Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH

Zusätzlich zu den Recherchen bei NARA, NCAP, dem Bundesarchiv und dem Landeshauptarchiv Koblenz haben wir am 16. April 2026 auch eine Anfrage an die Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH gestellt. Die Antwort erfolgte bereits am 20. April und enthielt ein detailliertes Angebot für historische Luftbilder. Die Luftbilddatenbank weist darauf hin, dass für die meisten Orte in Deutschland mehrere Luftbilder aus den Jahren 1940 bis Mitte der 1950er Jahre existieren. Angeboten werden hochaufgelöste Scans im Originalformat (1.200 dpi), die jedoch kostenpflichtig sind. Ein einzelnes Bild wird mit 160,00 € berechnet, jedes weitere mit reduziertem Preis.
Aus dem Dokument: „Bild im Originalformat als hochaufgelöster Scan (1.200 dpi) – 160,00 €“.

Im Angebot wird außerdem erläutert, dass bei einer verbindlichen Bestellung eine umfangreiche Bildrecherche in allen alliierten Archiven durchgeführt wird. Die Luftbilddatenbank garantiert dabei die bestmögliche Bildqualität, den bestmöglichen Maßstab und die Abdeckung des gewünschten Gebietes. Sollte kein geeignetes Material existieren, wird dies vorab mitgeteilt.

Auf die Anfrage hin erhielten wir zusätzlich eine persönliche Rückmeldung, in der darauf hingewiesen wurde, dass das ursprünglich angegebene Gebiet zu groß sei und deshalb nur Übersichtsbilder vorlägen. Die Mitarbeiterin fragte daher nach einer genaueren Eingrenzung, um gezielt nach Detailluftbildern recherchieren zu können.
Aus der Mail: „Besteht die Möglichkeit, das Gebiet noch einzugrenzen, so dass wir gezielt nach Detailluftbildern recherchieren können?“

Damit stellt die Luftbilddatenbank Dr. Carls eine weitere, professionelle — allerdings kostenpflichtige — Option dar, um historische Luftbilder in hoher Qualität zu erhalten. Sie eignet sich besonders dann, wenn man sehr spezifische Bildausschnitte oder seltene Aufnahmen benötigt, die in frei zugänglichen Archiven nicht verfügbar sind.

🖋️ Autor Toni H.
Recherchen, Archivarbeit & Text
Kettiger Heimatkundler