Flur XIV

Die Flur XIV liegt in einem Bereich, der stark von alten Hofstellen, Waldsäumen und traditionellen Geländenamen geprägt ist. Viele Bezeichnungen verweisen auf frühere Gebäude, markante Steine, Rodungsinseln oder feuchte Tallagen. Andere spiegeln typische rheinische Landschaftsbegriffe wider, die sich über Jahrhunderte erhalten haben. Insgesamt zeigt Flur XIV eine kleinstrukturierte, historisch vielschichtige Landschaft, in der natürliche Formationen und menschliche Nutzung eng miteinander verflochten sind.

Flur XIV – Blatt 1

Hinter dem Daubhaus.
Am weißen Stein.
Auf der Drieschkaul.

Flur XIV (Blatt 1): Bedeutungen der Flurnamen

 

Hinter dem Daubhaus

„Daubhaus“ ist ein alter Gebäudename, vermutlich ein Hof, Schuppen oder Wirtschaftsgebäude.
„Hinter“ → vom Dorf aus gesehen auf der rückwärtigen Seite.
Wahrscheinlich:
Parzellen hinter einem alten Gebäude oder Hof, der als Daubhaus bekannt war.

 

Am weißen Stein

Ein klassischer Orientierungspunkt.
„Weißer Stein“ bezeichnet oft:

  • einen hellen Grenzstein,
  • einen markanten Kalk- oder Quarzblock,
  • oder einen hellen Felsvorsprung.
    Wahrscheinlich:
    Ein Geländepunkt bei einem auffällig hellen Stein, der als Grenz- oder Wegmarke diente.

 

Auf der Drieschkaul

„Driesch“ → brachliegende Fläche, Brache, Weide.
„Kaul“ → Mulde, Kuhle, kleine Senke.
Wahrscheinlich:
Eine Mulde oder Senke, die als Brache oder Weidefläche genutzt wurde.

Flur XIV – Blatt 2

Im hintersten Rauental.
Im Rauenthal.
In den Erlen.
Im Vogelsang.

Flur XIV (Blatt 2): Bedeutungen der Flurnamen

 

Im hintersten Rauental

„Rauental“ → Tal mit rauem, buschigem oder unebenem Gelände.
„Hinterst“ → am weitesten vom Dorf entfernt.
Wahrscheinlich:
Der entlegenste Teil eines rauen, buschigen Tals.

 

Im Rauenthal

Der Hauptbereich des Rauentals, ein Tal mit unruhigem, buschigem oder felsigem Gelände.

 

In den Erlen

„Erlen“ → Erlenbäume, typisch für feuchte Standorte.
Wahrscheinlich:
Ein feuchter Wiesen- oder Auenbereich, der von Erlen bestanden war.

 

Im Vogelsang

„Vogelsang“ ist ein sehr alter, poetischer Flurname.
Er bezeichnet meist:

  • einen Vogelreichen Wald- oder Buschbereich,
  • oder eine lichte Waldstelle, in der viele Vögel sangen.
    Wahrscheinlich:
    Ein bewaldeter oder buschiger Bereich, der für seinen Vogelreichtum bekannt war.