Wörter mit Anfangsbuchstaben H

Wir tauchen ein in die faszinierende Welt der Wörter, die mit dem Buchstaben "H" beginnen. Entdecke lokale Begriffe und ihre Bedeutungen, die unsere Sprache bereichern.

Dialektwort Lautschrift (IPA) Beispiel/Redewendung Hochdeutsch Erklärung/Herkunft
Ha [haː] „Ha!“ (Befehl zum Linksabbiegen) Zuggespann links herum Kommando für Zugtiere, aus dem Fuhrwesen.
Hääfd [hɛːft] „Ich hann Koppwää, et es der Hääfd.“ Kopf Moselfränkische Form von „Haupt“; oft in Redewendungen
Haafklotz / Haaklotz [ˈhaːfˌklɔt͡s] „Der es en Haafklotz.“ Hauklotz grober Mensch
Häckelö [ˈhɛkələ] „Ich muss de Acker häckelö.“ Boden auflockern Moselfränkisch für „hacken“, „lockern“.
Hai [haɪ̯] „Et jitt Hai met Schlod.“ Heu „Hai“ = Heu; zentraler Begriff in Landwirtschaft
Hämmsche [ˈhɛmʃə] „Et jitt Hämmsche met Sauerkraut.“ Schweinshaxe „Hämmsche“ = Haxe; deftiges Gericht, oft bei Festen
Handstawe [ˈhantˌʃtaːvə] „Hol die Handstawe zum Fegge.“ Handfeger „Stawe“ = Stab, Besen; kleines Reinigungsgerät
Hängel [ˈhɛŋəl] „Do es noch e Hängel dran.“ Anhang Diminutiv von „Hänger“, moselfränkisch.
Hätzelmänche [ˈhɛt͡səlˌmɛnçə] „Gib dem Nachber e Hätzelmänche.“ kleine Wurst, Probewurst Moselfränkisch, oft bei Hausschlachtung.
Hau / Haa [haʊ̯] / [haː] „Mit der Hau kannste de Wääje mache.“ Hacke „Hau“ = Hacke; Werkzeug zur Bodenbearbeitung
hauschnauf [ˈhaʊ̯ʃnaʊ̯f] „Der es janz hauschnauf.“ leicht aggressiv Lautmalerisch, schnaufend vor Ärger.
Heiermann [ˈhaɪ̯ɐˌman] „Ich hann noch en Heiermann.“ 5-Mark-Stück Historisch, aus der D-Mark-Zeit.
Heinzelmännchen [ˈhaɪ̯nt͡səlˌmɛnçən] „Et jitt Heinzelmännchen.“ Blut- oder Leberwurst scherzhafter Name
henneschzeförtisch [ˈhɛnəʃt͡səˌfœʁtɪʃ] „Der määt alles henneschzeförtisch.“ das Unwichtigste zuerst Moselfränkisch für falsche Priorisierung.
hennewidde [ˈhɛnəˌvɪdə] „Ich ben janz hennewidde.“ kraftlos völlig erschöpft
Himm [hɪm] „Zieh den Himm ah, et es ze kal.“ Hemd Moselfränkische Form von „Hemd“; oft in Alltagssprache
Hinkel [ˈhɪŋkəl] „Do läuft e Hinkel em Hof.“ kleines Hühnchen Moselfränkisch für Huhn, Diminutiv.
hinnewidde [ˈhɪnəˌvɪdə] „Ich bin hinnewidde.“ Fix und fertig / erschöpft „Hinnewidde“ = hinten wieder → völlig erschöpft, körperlich oder seelisch
hinnhutschele [ˈhɪnˌhʊtʃələ] „Der hinnhutschelt sich em Eck.“ In die Hocke gehen „Hutschele“ = sich ducken, hocken; oft bei Kindern oder beim Arbeiten
hinnisch de föddisch [ˈhɪnɪʃ də ˈfœdɪʃ] „Der macht hinnisch de Föddisch.“ Unwichtiges zuerst „Föddisch“ = Kleinkram; Redewendung für falsche Prioritäten
hoest [ˈhoːəst] „Die es hoest wie en Offzeer.“ Sehr bestimmend „Hoest“ = herrisch, laut; oft für dominante Personen
Hohljäns [ˈhoːlˌjɛns] „Do flieje Hohljäns.“ Kraniche Moselfränkisch für Zugvögel, lautmalerisch.
Holl [hɔl] „Do jeiht de Holl erunner.“ Hohlweg Moselfränkisch für ausgetretener Weg.
holl disch am Schlawittsche [hɔl dɪʃ am ˈʃlaːvɪtʃə] „Holl disch am Schlawittsche!“ Am Kragen fassen „Schlawittsche“ = Kragen; bildhafte Redewendung für energisches Zugreifen
Homme [ˈhɔmə] „Hol de Homme zum Nägel schlaache.“ Hammer Moselfränkische Form von „Hammer“; zentrales Werkzeug
Hönsche [ˈhœnʃə] „Zieh die Hönsche ah, et es kal.“ Handschuhe Diminutiv von „Hand“; oft für dicke oder grobe Arbeitshandschuhe
Horhex [ˈhɔʁˌhɛks] „Die es en Horhex, pass op!“ Böse Frau Spottname; „Hor“ = Horn, „Hex“ = Hexe; oft für streitlustige Frauen
Horlatz [ˈhɔʁˌlat͡s] „Der Horlatz fliecht em Jass.“ Hornisse „Hor“ = Horn, „latz“ = fliegendes Insekt; lautmalerisch
Hosbes [ˈhɔsbəs] „Der Hosbes kummt glei.“ Ehemann „Hosbes“ = Hausbesitzer → Ehemann; oft liebevoll oder scherzhaft
Höschd [ˈhøːʃt] „Die es höschd wie en Fejerwehr.“ Temperamentvoll „Höschd“ = aufbrausend, lebhaft; oft bewundernd oder kritisch
Hospes [ˈhɔspəs] „Der Hospes määt nix.“ abwertend für Ehemann Ironisch, aus lateinisch „hospes“ = Gast.
höst [hœst] „Der es janz höst.“ hastig Moselfränkisch für „eilig“, „unruhig“.
Hott [hɔt] „Hott!“ (Befehl zum Rechtsabbiegen) Zuggespann rechts herum Kommando für Zugtiere, aus dem Fuhrwesen.
hubbelisch [ˈhʊbəlɪʃ] „Et es janz hubbelisch.“ uneben Für holprig, buckelig
Huddele [ˈhʊdələ] „Dat es janz Huddele.“ Arbeit nicht richtig machen Variante von „huddele“, betont negativ.
huddele [ˈhʊdələ] „Ich hann nur jefuddelt un gehuddelt.“ schnell drüber wischen Moselfränkisch für oberflächliches Putzen.
huddele [ˈhʊdələ] „Der huddelet widder.“ nachlässig arbeiten Für schlampig, ungenau
huddisch [ˈhʊdɪʃ] „Mach huddisch, et es ze vill!“ Schnell / Beeilen „Huddisch“ = eilig, hektisch; oft als Aufforderung
Huhbänö [ˈhuːˌbɛːnə] „Dat es en Huhbänö.“ Tier mit langen Beinen Moselfränkisch, scherzhaft für große Tiere.
hulexe / jehulext [huˈlɛksə] „Der hät misch jehulext.“ auf die Nerven gehen nerven, belästigen
Hungelidde [ˈhʊŋəˌlɪdə] „Der es en Hungelidde.“ armer Mensch Moselfränkisch für „armselig“, „bedauernswert“.
Hunnele [ˈhʊnələ] „Die Hunnele blüht widder.“ Holunder „Hunnele“ = Holunderstrauch; oft in Brauchtum und Küche
Hunnisch [ˈhʊnɪʃ] „Et jitt Hunnisch met Brod.“ Honig „Hunnisch“ = Honig; klassisches Produkt aus der Region
Hutschelö [ˈhʊtʃələ] „Der hutschelt sich en de Eck.“ in die Hocke gehen Lautmalerisch, moselfränkisch.
hüxele [ˈhyːksələ] „Mir hüxele de Ladefläche.“ Erhöhen einer Ladefläche „Hüxele“ = aufstocken, erhöhen; oft bei landwirtschaftlichen Wagen