Wörter mit Anfangsbuchstaben G

Wir tauchen ein in die faszinierende Welt der Wörter, die mit dem Buchstaben "G" beginnen. Entdecke lokale Begriffe und ihre Bedeutungen, die unsere Sprache bereichern.

Dialektwort Lautschrift (IPA) Beispiel/Redewendung Hochdeutsch Erklärung/Herkunft
Galosche [ɡaˈlɔʃə] „Zieh die Galosche ah!“ Alte Schuhe Aus dem Französischen galoche; oft für klobige, abgetragene Schuhe
Geläwe [ɡəˈlɛːvə] „Ich hann dat janz Geläwe.“ Glauben Moselfränkisch für „Glaube“, auch im Sinne von Vertrauen.
geschwanzt [ɡəˈʃvant͡s] „Ich hann janz geschwanzt hück.“ viel getragen/gearbeitet Aus „Schwanz“ = Last, übertragen auf Arbeit.
Gesocks / Jesocks [ɡəˈzɔks] „Wat es dat för Jesocks.“ Pack, Gesindel Abwertend für unangenehme Leute
Glitschau [ˈɡlɪtʃaʊ̯] „Der hät en Glitschau.“ Geschwollenes Auge „Glitsch“ = glitschig, „-au“ = Auge; bildhafte Beschreibung
Gluck [ɡlʊk] „Et Gluck hockt em Stall.“ Henne mit Küken Lautmalerisch, aus dem Glucksen der Henne.
Glüggelsche [ˈɡlʏɡəlʃə] „Die Glüggelsche piepe schon.“ Küken Diminutiv von „Glück“ → „Glüggel“ = Küken; liebevoll
Gneisd [ɡnaɪ̯st] „Et es alles voller Gneisd.“ Schmutz „Gneisd“ = Dreck, oft klebrig oder hartnäckig
gneisdisch [ˈgnaɪ̯sdɪʃ] „Der es gneisdisch wie nix.“ Geizig oder schmutzig Doppeldeutig: „gneisdisch“ = geizig oder dreckig; oft abwertend
gnöddere [ˈɡnœdəʁə] „Die gnöddere de janze Zeit.“ Meckern „Gnöddere“ = nörgeln, meckern; lautmalerisch
Gnussel [ˈɡnʊsəl] „Hei es et owe gnusselisch.“ Schmutzige Frau Spottname; „Gnussel“ = ungepflegte, schmuddelige Person
gode Stuff [ˈɡoːdə ʃtʊf] „Mir sitze in de gode Stuff.“ Wohnzimmer „Gode“ = gute, „Stuff“ = Stube; oft für das schönste Zimmer im Haus
good bedoocht [ɡuːt bəˈdoːçt] „Der es good bedoocht.“ Reich „Bedoocht“ = bedacht, versorgt; hier: wohlhabend
good Kondant [ɡuːt kɔnˈdant] „Mir hann good Kondant.“ Gute Beziehung „Kondant“ = Kontakt, Verhältnis; oft familiär oder freundschaftlich
Gosch [ɡɔʃ] „Halt die Gosch!“ Mundwerk Moselfränkisch für „Mund“, oft abwertend.
Grabbsch [ˈɡʁapʃ] „Die Grabbsch krischd de Hals ned foll.“ Habgierige Frau Spottname; „Grabbsch“ = jemand, der immer zugreift
Grädsje schomber [ˈɡʁɛːtsjə ˈʃɔmbɐ] „Mir mache Grädsje schomber.“ Unkraut entfernen mit Schaber „Grädsje“ = kleiner Schaber, „schomber“ = säubern; Flurarbeit
Gräf [ɡʁɛːf] „Hol de Gräf aus de Scheier.“ Steckgabel „Gräf“ = Gabel mit langen Zinken; landwirtschaftliches Werkzeug
Gräif [ɡʁaɪ̯f] „Hol de Gräif aus de Scheuer.“ Mist- oder Heugabel Moselfränkisch für landwirtschaftliches Gerät.
Gräitsche [ˈɡʁaɪ̯tʃə] „Et Kinn määt en Gräitsche.“ schrecklich laut schreien Lautmalerisch, moselfränkisch.
Grangelö [ˈɡʁaŋələ] „Der es janz Grangelö.“ unzufrieden Moselfränkisch für „grämlich“, „nörgelig“.
Grätzje [ˈɡʁɛtsjə] „Do fehlt noch e Grätzje.“ Kleiner Schaber Diminutiv von „Grätz“ = Schaber; oft für feine Arbeiten
graudejin [ˈɡʁaʊ̯dəˌʒɪn] „Mir sin graudejin em Feld.“ Futter für Vieh suchen „Graude“ = Kraut, „jin“ = gehen; Sammeln von Futterpflanzen
Gräule [ˈɡʁɔɪ̯lə] „Ich hann Gräule.“ Angst Moselfränkisch für „Grauen“, „Furcht“.
Graut Seens [ɡʁaʊ̯t ˈzeːns] „Hol de Graut Seens.“ Sense zum Futter mähen „Graut“ = Grünfutter, „Seens“ = Sense.
Grawe [ˈɡʁaːvə] „Do es en Grawe em Feld.“ Graben Moselfränkisch für „Graben“, auch als Verb.
Greuhle [ˈɡʁɔɪ̯lə] „Ich hann Greuhle.“ Angst haben Variante von „Gräule“, moselfränkisch.
Greweschmalz [ˈɡʁeːvəˌʃmalts] „Et jitt Greweschmalz.“ Kriebenschmalz Schmalz mit Grieben
Griend [ɡʁiːnt] „Der hät Griend am Arm.“ Ausschlag und Schmutz „Griend“ = Hautausschlag, oft mit Schmutz assoziiert
Groff [ɡʁɔf] „Uss es en Tann oft Groff jefalle.“ Grab „Groff“ = Grab, Loch; oft in religiösem oder poetischem Kontext
Gröhlö [ˈɡʁøːlə] „Der es janz Gröhlö.“ Angst haben Variante von „Greuhle“, evtl. lautmalerisch.
Grombire [ˈɡʁɔmbiʁə] „Heud Meddach jeft äd nur Grombire on Schlod ze esse.“ Kartoffel Moselfränkische Form von „Kartoffel“; klassisches Gericht
Grön [ɡʁøːn] „Et es alles schun janz Grön.“ Grün „Grön“ = Farbe und Zustand; oft für Natur oder unreifes Obst
Gröppelche [ˈɡʁœpəlçə] „Et jitt morje Gröppelche.“ Kartoffelpuffer Moselfränkisches Gericht, Diminutiv von „Gröppel“.
Grotze / Krotze [ˈkʁʊt͡sə] „Do leit Krutze em Feld.“ Lavabrocken Moselfränkisch für porösen Stein
Grumm [ɡʁʊm] „Hol de Grumm zum Schnitte.“ Handsichel „Grumm“ = Sichel; Werkzeug zur Ernte
grummele [ˈɡʁʊmələ] „Der grummelt widder.“ brummen, murren Lautmalerisch
Grünschel [ˈɡʁʏnʃəl] „Fon denne Grünschele machen esch Schele.“ Stachelbeere „Grünsch“ = grün, „-el“ = Diminutiv; oft sauer und mit Augenzwinkern
Grünschölö [ˈɡʁʏnˌʃøːlə] „Do sinn Grünschölö am Strauch.“ Stachelbeeren Moselfränkisch für „grüne Schale“, übertragen auf Beeren.
Grutsch [ɡʁʊtʃ] „Der Grutsch hüppt em Bäch.“ Frosch Lautmalerisch; „Grutsch“ = Frosch, oft in Kinderliedern
gud stuff [ɡʊt ˈʃtʊf] „Setz dich en de gud Stuff.“ gute Stube / Wohnzimmer Moselfränkisch für Wohnzimmer, oft feierlich.
gugge [ˈɡʊɡə] „Gugge ens do!“ Anschauen „Gugge“ = schauen, gucken; häufig als Aufforderung