Wörter mit Anfangsbuchstaben F

Wir tauchen ein in die faszinierende Welt der Wörter, die mit dem Buchstaben "F" beginnen. Entdecke lokale Begriffe und ihre Bedeutungen, die unsere Sprache bereichern.

Dialektwort Lautschrift (IPA) Beispiel/Redewendung Hochdeutsch Erklärung/Herkunft
Fääjer [ˈfɛːjɐ] „Der es en Fääjer.“ kräftige Person Für starke, streitlustige Person
Färv [fɛʁf] „Wat es dat für e Färv?“ Farbe Moselfränkische Lautung von „Farbe“
fäschde [ˈfɛʃdə] „Der fäschd wie en Bettler.“ Betteln „Fäschde“ = betteln, bitten; oft abwertend oder spöttisch
febirtschele [fəˈbɪʁtʃələ] „Dat es widder en febirtschele.“ Langes Warten „Febirtschele“ = langes Herumstehen oder Warten; oft mit Ungeduld verbunden
Fermäicht [fɛʁˈmaɪ̯çt] „Der hät dat fermäicht.“ mit Gewalt durchsetzen „Fermäicht“ = fest gemacht, durchgesetzt.
Feschte [ˈfɛʃtə] „Der feschte widder.“ betteln Moselfränkisch für „betteln“, lautmalerisch.
Fimmel [ˈfɪməl] „Du häs doch en Fimmel.“ Spleen Lehnwort aus dem Hochdeutschen
Fisde [ˈfɪstə] „Mach de Fisde zo!“ Fenster Moselfränkische Form von „Fenster“
Fisematänte [ˌfɪzəmaˈtɛːntə] „Mach net so Fisematänte.“ Umschweife Rheinisches Wort für unnötiges Getue
Fiste [ˈfɪstə] „Mach de Fiste zo.“ Fenster moselfränkisch
Fisternöle [ˈfɪstɐˌnøːlə] „Der hät en Fisternöle.“ heimliche Liebesaffäre Moselfränkisch für Liebschaft
fitzelsche [ˈfɪtsəlʃə] „Do fehlt noch e Fitzelsche.“ Kleines Teil Diminutiv von „Fitzel“ = kleines Stück; oft bei Bastel- oder Reparaturarbeiten
Flabbes [ˈflaːbəs] „Der Flabbes kann nix festhalde.“ Leichtsinniger Mann Spottname; „Flabbes“ = flatterhaft, unzuverlässig
Flabbes [ˈflabəs] „Wat en Flabbes.“ läppische Person Für schwachen, weichen Charakter
Flappes [ˈflaːpəs] „Der es en Flappes.“ leichtlebiger Mensch Abwertend, evtl. aus „flattern“.
Flatsche [ˈflaːtʃə] „Zieh die Flatsche ah!“ Schuhe „Flatsche“ = Schuhe, oft große oder klobige
Flickschoosde [ˈflɪkˌʃoːstə] „Der Flickschoosde kann dat noch maache.“ Jemand der Schuhe repariert „Flick“ = reparieren, „Schoosde“ = Schuster; Berufsbezeichnung
Flitsche [ˈflɪtʃə] „Die es en Flitsche.“ leichtes Mädchen Derb, oft abwertend.
Flumme [ˈflʊmə] „Ich hann misch jeflumme.“ hauen, schlagen Lautmalerisch, moselfränkisch.
Fluppes [ˈflʊpəs] „Dat es janz Fluppes.“ schlechter Wein Abwertend, evtl. lautmalerisch.
Flüü [ˈflyː] „Die Flüü sin widder do.“ Flöhe Pluralform; „Flüü“ = Flöhe, oft scherzhaft oder spöttisch
Foche [ˈfɔçə] „Ich ben janz foche.“ außer Atem sein Moselfränkisch für „außer Puste“.
foche [ˈfɔçə] „Ich muss foche, dat es ze vill.“ Schnell atmen / außer Puste „Foche“ = heftig atmen; oft nach Anstrengung oder Aufregung
Fochmüll [ˈfɔxˌmʏl] „Stell de Fochmüll en de Scheuer.“ Getreidereinigungsmaschine „Fegen“ + „Mühle“ → Windfege, landwirtschaftlich.
Fochmüll (Windfege) [ˈfɔχˌmʏl] „Der Fochmüll steht em Schtall.“ Getreidereiniger „Fochmüll“ = Windfege; Gerät zur Reinigung von Getreide durch Luftstrom
Födderhüch [ˈfœdɐˌhyːç] „Mach de Födderhüch fäddisch.“ Tierfutterzubereitung „Födder“ = Futter, „Hüch“ = Mischung.
foodere [ˈfoːdəʁə] „Der foodert widder jet.“ Fordern „Foodere“ = fordern, verlangen; oft mit energischem Ton
Föös [føːs] „Ich hann kalde Föös.“ Füße Pluralform; „Föös“ = Füße, häufig in Redewendungen
Fott [fɔt] „Der es fott.“ weg Moselfränkisch für „fort“, verschwunden.
Frääd [fʁɛːt] „Der es janz frääd.“ er kann was aushalten Moselfränkisch für „zäh“, „robust“.
frääd [fʁɛːt] „Der es frääd wie en Ochs.“ Widerstandsfähig / Zäh „Frääd“ = zäh, robust; oft bewundernd oder anerkennend
Fraaleutsjeck [ˈfʁaːlɔɪ̯tʃɛk] „Der es Fraaleutsjeck.“ verrückt auf Mädchen „Jeck“ = närrisch, „Fraaleut“ = Frauen.
Frackischkeit [ˈfʁakɪʃkaɪ̯t] „Wat en Frackischkeit.“ Trotz, Bösartigkeit Moselfränkisch für Sturheit + Bosheit
Frackischkeit [ˈfʁakɪʃkaɪ̯t] „Wat en Frackischkeit.“ Trotz Für bösartige Sturheit
Framerich [ˈfʁaːməʁɪç] „Die wohnt am Framerich.“ Frauenberg Ortsbezeichnung; „Framerich“ = Flur oder Anhöhe mit Bezug zu Frauen
Framönsch [ˈfʁaːmœnʃ] „Dat Framönsch es faul bi Mest.“ Frau Spottname für Frau; „Framönsch“ = weibliche Person, oft mit Kritik
frärhutsch [ˈfʁɛʁˌhʊtʃ] „Die frärhutsch sitzt am Eck.“ Frierende Frau „Frär“ = frieren, „hutsch“ = Frau; liebevoll oder spöttisch
Freckt [fʁɛkt] „Et es freckt, nix jeht mehr.“ Kaputt „Freckt“ = tot, kaputt; oft für Geräte oder Zustände
freggt [fʁɛkt] „Dat Ding es freggt.“ kaputt Moselfränkisch für „verreckt“, abgeschwächt.
freie gin [ˈfʁaɪ̯ə ɡɪn] „Der jeiht noch freie gin.“ freien gehen, nicht verlobt Moselfränkisch für „noch nicht gebunden“.
Fuck [fʊk] „Der hät joot Fuck.“ Geschmack haben Moselfränkisch für „Stil“, „Gefühl für Qualität“.
fuddele [ˈfʊdələ] „Der fuddele beim Kartespill.“ Falschspielen „Fuddele“ = tricksen, schummeln; oft bei Spielen oder Abrechnungen
fuddele [ˈfʊdələ] „Der hät widder jefuddelt.“ betrügen, pfuschen Für unsauberes Arbeiten oder Tricksen
Fuddelö [ˈfʊdələ] „Der fuddelet beim Spille.“ schummeln beim Spiel „Fuddeln“ = tricksen, schummeln.
fuggisch [ˈfʊɡɪʃ] „Dat Kleid es fuggisch.“ Schick „Fuggisch“ = ordentlich, hübsch; oft anerkennend
Fuhl [fuːl] „Der Fuhl fliecht em Jass.“ Vogel Moselfränkische Form von „Vogel“
Fuhrwerke [ˈfuːʁˌvɛʁkə] „Der määt nur Fuhrwerke.“ sinnlos herumarbeiten Ironisch, „Fuhrwerk“ = Bewegung ohne Ziel.
Funsel [ˈfʊnzəl] „Et brennt bloß en Funsel.“ armseliges Licht „Funsel“ = Funzel, kleine Lampe.
Funsel [ˈfʊnsəl] „Et brennt nur e Funsel.“ Schwaches Licht „Funsel“ = kleine, schwache Lichtquelle; oft bei alten Lampen
für dehämeröm [fyːɐ̯ dəˈhaːməʁœm] „Dat es nur für dehämeröm.“ Nur für Zuhause „Dehämeröm“ = daheim herum; oft für bequeme Kleidung oder Verhalten
fürensenämens [ˈfyːʁənzəˌnɛːməns] „Der määt dat fürensenämens.“ übertrieben langsam und vorsichtig Ausdruck für übervorsichtiges Verhalten.
Furhäft [ˈfuːʁˌhɛft] „Stell de Wääje em Furhäft.“ Wendeplatz auf dem Acker „Fur“ = Furche, „Häft“ = Ende; landwirtschaftlicher Begriff
Fürwetz [ˈfyːʁvɛts] „Der es janz Fürwetz.“ neugieriger Moselfränkisch für „Vorwitziger“.
Fürwitz [ˈfyːʁvɪts] „Der hät Fürwitz wie en Spion.“ Neugierde „Fürwitz“ = Wissbegierde, oft auch Neugier im negativen Sinn
fürzenähms [ˈfyːʁtsəˌnɛːms] „Dat jeht fürzenähms.“ Nacheinander „Fürzenähms“ = eins nach dem anderen; oft bei Arbeitsabläufen
Fussele [ˈfʊsələ] „Et fusselet widder.“ leichter Regen / Flusen Lautmalerisch, „Fussel“ = kleine Tropfen oder Fasern.
Fussisch [ˈfʊsɪʃ] „Die es janz fussisch.“ rothaarig Moselfränkisch für „rot“, evtl. aus „Fuchs“.
füür ze nehmst [fyːɐ̯ tsə ˈneːmst] „Füür ze nehmst dat eine, dann dat andere.“ Zuerst das eine, dann das andere Ausdruck für Reihenfolge; „füür“ = zuerst, „nehmst“ = nimmst
Fuurhääfd [ˈfuːʁˌhɛːft] „Der Traktor steht am Fuurhääfd.“ Kopfende des Feldes „Fuur“ = Furche, „Hääfd“ = Kopf; landwirtschaftlicher Begriff