Flur XIII

Die Flur XIII umfasst einen kleinen, aber historisch dichten Abschnitt der Gemarkung. Die Namen verweisen auf klassische Dorflagen, alte Ackerflächen und Grenzbereiche zwischen Dorfkern und Feldflur. Besonders auffällig ist die Mischung aus sehr alten Geländenamen und klaren Lagebezeichnungen, die zeigen, wie eng bebauter Raum und landwirtschaftliche Nutzung hier ineinandergreifen.

Flur XIII – Blatt 1

Auf’m Acker.

Flur XIII (Blatt 1): Bedeutungen der Flurnamen

 

Auf’m Acker

Ein sehr direkter Flurname.
„Acker“ bezeichnet hier klassisches Ackerland, meist gut erschlossen und in Dorfnähe.
Wahrscheinlich:
Ein traditionelles Ackerstück innerhalb von Flur XIII, vermutlich eines der älteren und intensiver genutzten Felder.

Flur XIII – Blatt 2

Im Dorf über der Bach.
An der Kärlicher Porz.

Flur XIII (Blatt 2): Bedeutungen der Flurnamen

 

Im Dorf über der Bach

„Im Dorf“ → innerhalb oder am Rand des historischen Dorfbereichs.
„Über der Bach“ → oberhalb des Bachlaufs, also auf der erhöhten Seite.
Wahrscheinlich:
Ein dörflicher Randbereich, der oberhalb eines kleinen Bachs lag — typisch für alte Siedlungsränder.

 

An der Kärlicher Porz

„Porz / Pörz / Pfortz“ ist ein alter rheinischer Begriff für:

  • Grenzpunkt,
  • Durchgang,
  • Pforte,
  • manchmal auch kleine Anhöhe oder Geländekante.
    „Kärlicher“ → Bezug zum Nachbarort Kärlich.
    Wahrscheinlich:
    Ein Grenz- oder Übergangspunkt in Richtung Kärlich, möglicherweise ein alter Durchlass, eine Geländekante oder ein Wegknoten.