Schenkungsurkunde der Godilda

Veröffentlicht am 29. Januar 2026 um 12:49

Im Rahmen unserer historischen Recherchen zur frühmittelalterlichen Geschichte Kettigs rückt eine bemerkenswerte Persönlichkeit erneut ins Licht: Godilda, die Gemahlin eines Herzogs Giselbert, wird bereits seit längerem mit der ersten urkundlichen Erwähnung Kettigs in Verbindung gebracht. Ihre Schenkung an das Kloster Echternach, überliefert im Liber Aureus Epternacensis, nennt Kettig als Teil ihres Besitzes – ein bedeutender Beleg für die frühe Siedlungsstruktur im Meinfelder Gau.

Zu Ehren dieser Stifterin wurde in Kettig ein Platz nach Godilda benannt – ein Zeichen der lokalen Erinnerungskultur. Unsere aktuellen Forschungen haben nun weitere Quellen erschlossen und die Urkunde beziehungsweise deren Abschrift vollständig transkribiert, übersetzt und kommentiert. Dabei konnten auch die anderen genannten Orte wie Plaidt, Alken, Fell und Lehmen historisch verortet und die Datierung der Urkunde präzisiert werden. Die Ergebnisse zeigen, wie eng lokale Geschichte, klösterliche Netzwerke und adelige Patronage im 10. Jahrhundert miteinander verflochten waren.

Weitere Einblicke folgen – auch visuell, denn Godilda und Giselbert wurden von einer KI erstmals bildlich rekonstruiert.

Aus dem Liber Aureus Epternacensis Kloster Echternach - Handschrift Memb. I 71, fol. 59r – v

Quelle: Gotha, Forschungsbibliothek der Universität Erfurt, Memb. I 71

Aus dem Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. 2, Vom Jahre 1169 bis 1212

Lateinischer Text

Godilda schenkt zu ihres Gemahls, des Herzogs Giselbert, und zuihrem eigenen Seelenheil der Abtei Echternach verschiedene Güter im Meinfeldergau, mit Vorbehalt einer lebenslänglichen Präbende. S. d.(aus der ersten Hälfte des X. Jahrh.).

  1. Einleitung und theologische Rahmung:
    In nomine Jesu Christi, eterni uirginis nati, opificis summi, largitorisboni, arbitrio moderno per seculo cuncta ordinantis honeste uniuersam crea-turam.
  2. Mahnung zur Vorbereitung auf das Jüngste Gericht:
    Humani generis termino appropinquante non incerta ruinis crebrescentibus secundum presens finiendum demonstrantur iudicia undique unicui-que mortalium eternitatis uia attentius premeditanda est. per quam regnumet gaudium consequatur eternum.
  3. Anlass und Zweck der Schenkung:
    Idcirco in dei nomine Godilda ob amoremdei et remedium anime domini mei Giselberti ducis et anime mee dono ettransfundo ad monasterium s. Willibrordi et ad altare s. et indiuidue trinitatis. in cuius honore infra immunitatem ipsius s. patris constat constructumet ad uictualia canonicorum inibi domino famulantium
  4. Beschreibung der geschenkten Güter:
    1. in pago Meinfelt in comitatu Euerardi. et in uilla Plaida
      mansum unum et molendinumunum
    2. et in alia uilla que uocatur Alcana iuxta Müsellam fluuium
      picturas .II.
    3. et in alia uilla que uocatur Ketichi
      mansos duos
    4. et in uilla Vellin
      pic-turam .I.
    5. et in uilla Limana
      picturam unam.
      quatuor locis dispersam. cummancipiis .IIII.
  5. Nutzungsrecht zu Lebzeiten:
    ea scilicet ratione. ut quamdiu uiuo in hoc seculo preben-dam unam de ipso s. loco singulis annis carratam unam de uino accipiam.
  6. Besitzrecht und freie Verfügung:
    et hec omnia superius memorata a die presenti tencant atque possideant. etquicquid exinde uoluerint faciant.
  7. Schutzklausel gegen Anfechtung:
    Si quis autem. quod minime fieri credo.ego quod absit. aut ullus heredum uel successorum meorum seu quelibet op-posita persona contra hanc traditionem a nobis factam uenire temptauerit ueleam infringere uoluerit. omnipotentis dei iram incurrat.

Aus dem goldnen Buch der Abtei Echternach, fol. 45.

Übersetzung des lateinischen Textes ins Deutsche

Im Namen Jesu Christi, des ewig geborenen Sohnes der Jungfrau, des höchsten Schöpfers, des großzügigen Wohltäters, der durch seinen modernen Willen alle Dinge im Laufe der Zeit ordnet, zur Ehre der gesamten Schöpfung. Da das Ende des Menschengeschlechts naht und die zunehmenden Ruinen nicht zweifelhaft sind, zeigen sich die gegenwärtigen Zeichen des Endes. Deshalb soll jeder Sterbliche den Weg zur Ewigkeit sorgfältig bedenken, durch den das ewige Reich und die ewige Freude erlangt werden.

Deshalb übergebe ich, Godilda, im Namen Gottes und aus Liebe zu Gott sowie zum Seelenheil meines Herrn, Herzog Giselbert, und meiner eigenen Seele, dem Kloster des heiligen Willibrord und dem Altar der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit, zu dessen Ehren innerhalb der Immunität des genannten heiligen Vaters ein Bau errichtet wurde, und zur Versorgung der Kanoniker, die dort dem Herrn dienen,

  • im Gau Meinfelt, im Grafenbezirk des Everard, in der Ortschaft Plaida
    ein Gut und eine Mühle,
  • und in einer anderen Ortschaft namens Alcana am Fluss Mosel
    zwei Weinberge,
  • und in einer anderen Ortschaft namens Ketichi
    zwei Güter,
  • und in der Ortschaft Vellin
    einen Weinberg,
  • und in der Ortschaft Limana
    einen Weinberg – verteilt auf vier Orte – mit vier Leibeigenen.

Dies geschieht unter der Bedingung, dass ich, solange ich in dieser Welt lebe, jährlich eine Lieferung Wein aus dem genannten heiligen Ort als Versorgung erhalte. Und all das oben Genannte sollen sie ab dem heutigen Tag besitzen und behalten und damit tun, was sie wollen.

Wenn aber jemand – was ich nicht glaube, Gott bewahre – sei es ich selbst oder irgendeiner meiner Erben oder Nachfolger oder irgendeine gegnerische Person versuchen sollte, diese von uns gemachte Schenkung anzufechten oder zu verletzen, so möge er den Zorn des allmächtigen Gottes auf sich ziehen.

Personen

Godilda

  • Vermutlich eine adlige Frau des Frühmittelalters, die als Stifterin auftritt.
  • Sie schenkt Besitz aus religiösem und seelsorgerischem Motiv („ob amorem dei et remedium anime“).
  • Über sie ist historisch wenig bekannt, aber ihr Handeln entspricht dem typischen Verhalten fränkischer oder lothringischer Adliger im 10. Jahrhundert.

Giselbert (Giselbertus dux)

  • Eventuell Giselbert von Lothringen (ca. 890–939), ein mächtiger fränkischer Herzog.
  • Er war Schwiegersohn von König Heinrich I. und spielte eine zentrale Rolle in der Reichspolitik.
  • Die Schenkung erfolgt „für das Seelenheil meines Herrn Giselbert“, was auf eine enge Beziehung oder Vasallentreue hindeutet.

Orte und Regionen

Ort / Region Möglicher heutiger Ort Bedeutung / Lage
Plaida Plaidt Heute Plaidt in Rheinland-Pfalz. Der Ort existiert bis heute und liegt nahe Kettig.
Ketichi Kettig Ort in Rheinland-Pfalz, nahe Plaidt
Alcana Alken Moselort in Rheinland-Pfalz, direkt an der Mosel („iuxta Müsellam fluuium“), Alken war bereits im Mittelalter besiedelt und hatte strategische Bedeutung. Die Burg Thurant stammt aus dem 13. Jahrhundert, aber der Ort selbst ist älter.
Vellin Fell Moselort bei Trier, mit Weinbau-Tradition
Limana Lehmen Moselort in Rheinland-Pfalz, mit Weinbau-Tradition
Meinfelt Maifeld Historischer Gau in Rheinland-Pfalz, rund um Polch
Comitatus Euerardi Grafschaft des Everard Historisch nicht eindeutig, evtl. lokaler fränkischer Graf
Monasterium S. Willibrordi Kloster Echternach Gegründet vom hl. Willibrord, bedeutendes Zentrum der Mission und Bildung im Frühmittelalter in Luxemburg

Religiöser Kontext

  • Die Schenkung erfolgt an ein Kloster und einen Altar der „unteilbaren Dreifaltigkeit“ – ein Hinweis auf die Trinitätsverehrung.
  • Die Erwähnung von Immunität („infra immunitatem“) zeigt, dass das Kloster rechtlich geschützt war und eigene Gerichtsbarkeit besaß.
  • Die Güter dienen der Versorgung der Kanoniker („ad victualia canonicorum“) – also der Geistlichen, die dort lebten und dienten.

Zusätzlicher Regest zur Schenkungsurkunde der Godilda

Godilda, die Gemahlin des Herzogs Giselbert schenkt dem Kloster Echternach verschiedene Güter im Meinfelder Gau in der Grafschaft Eberhard's zu Plaid, Alken an der Mosel, Kettig, Fell und Lehmen, vorbehaltlich eines Fuders Wein jährlich für sich als Präbende.
Ohne Dat. (Urkb. 2, Nachtr. 17 nro. 32.)..

Der in der Geschichte bekannte Herzog Giselbert von Nieder-Lothringen, von dem 928 nro. 169 des Urkundenbuchs eine Urkunde steht, hatte 929 die Gerburga, eine Tochter Königs Heinrich I., geheiratet und ertrank 939 im Rheine bei Andernach (vergl. Regino's Chronik), und kann daher wegen der hier Godilda genannten Gemahlin wohl nicht angenommen werden. Ein Graf Eberhard im Maiengau kömmt gleichfalls in der Urkunde von 928 vor. Da die Schenkung ad victualia ca-nonicorum und in der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts Canoniker in Echternach eingeführt wurden, welche 973 mrz. 15 Kaiser Otto 1. wieder vertrieb (siehe nro. 236 des Urkundenbuchs), so ist wenigstens bis dahin eine sichere Grenze für die Urkunde gesetzt.
Regest in Publ. de la société archéol. de Luxemb. 16,24.

Inhalt des Regests:

  • Stifterin: Godilda, Gemahlin eines Herzogs Giselbert
  • Empfänger: Kloster Echternach
  • Güter: Verschiedene Besitzungen im Meinfelder Gau, in der Grafschaft eines Grafen Eberhard
  • Orte: Plaidt, Alken, Kettig, Fell, Lehmen
  • Vorbehalt: Ein Fuder Wein jährlich als Präbende für Godilda
  • Quelle: Urkundenbuch, Band 2, Nachträge Nr. 17, Nr. 32 (ohne Datum)

Historische Einordnung und kritische Anmerkung:

  • Der bekannte Herzog Giselbert von Niederlothringen († 939) ist nicht identisch mit dem in der Urkunde genannten Ehemann Godildas:
  • Giselbert heiratete 929 Gerberga, Tochter Heinrichs I.
  • Er ertrank 939 im Rhein bei Andernach (vgl. Regino von Prüm)
  • → Godilda kann nicht seine Gemahlin gewesen sein, da keine zweite Ehe bekannt ist.
  • Graf Eberhard im Maiengau wird ebenfalls in einer Urkunde von 928 erwähnt:
  • → Mögliche zeitliche Nähe zur Schenkung, aber keine eindeutige Identifikation
  • Canonici in Echternach:
  • Kanoniker wurden in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts eingeführt
  • Kaiser Otto I. vertrieb sie am 15. März 973 (Urk. Nr. 236)
  • → Terminus ante quem: Die Urkunde muss vor 973 entstanden sein

Datierungsvorschlag:

  • Aufgrund der kirchlichen Struktur in Echternach und der politischen Konstellation:
  • Zwischen ca. 850 und spätestens 973
  • Vermutlich nicht nach 939, da Giselbert dann verstorben war

Quellenverweis:

  • Regest erschienen in: Publications de la Société Archéologique de Luxembourg, Band 16, Seite 24

Integration in die kommentierte Edition:

Dieser Regest ergänzt die kommentierte Edition der Urkunde um:

  • Eine alternative Lesart der Identität Godildas
  • Eine präzisere historische Einordnung der Schenkung
  • Eine Bestätigung der Ortsnamen: Plaidt, Alken, Kettig, Fell, Lehmen
  • Eine rechtlich relevante Klausel: Präbende in Form eines Fuders Wein

Antwort auf die Anfrage in der Forschungsbibliothek Gotha

Geschichte der Grundherrschaft Echternach im Frühmittelalter (Ed. Wampach) Nr. 170

Textgrundlage: Forschungsbibliothek Gotha, Memb. I 71, fol. 59r:

 

In nomine Ihesu Christi, eterni virginis nati, opificis summi, largitoris boni, arbitrio moderno per secula cuncta ordinantis honeste universam creaturam. Humani generis termino appropinquante, non incerta ruinis crebrescentibus seculum presens finiendum demonstrantur indicia. Undique unicuique mortalium eternitatis via attentius premeditanda est, per quam regnum et gaudium consequatur eternum. Idcirco in Dei nomine Godilda ob amorem Dei et remedium anime [fol. 59v] domini mei Giselberti ducis et anime mee dono et transfundo ad monasterium sancti Willibrordi et ad altare sancte et individue Trinitatis, in cuius honore infra emunitatem ipsius sancti patris constat [esse] constructum, et ad victualia canonicorum inibi Domino famulantium in pago Menifelt vocato, in comitatu Everardie et in villa Plaida mansum I et molendinum I, et in alia villa que vocatur Alcana iuxta Musellam fluvium picturas II, et in alia villa que vocatur Ketichi mansos duos et in villa Vellin picturam I, et in villa Limana picturam I quatuor locis dispersam cum mancipiis IIII, ea scilicet ratione ut quamdiv vivo in hoc seculo, prebendam I de ipso sancto loco ad singulis annis carradam I de vino accipiam, et hec omnia superius memorata a die presente teneant atque possideant, et quicquid exinde voluerint, faciant. Si quis autem, quod minime fieri credo, ego, quod absit, aut ullus heredum vel successorum meorum seu quelibet opposita persona contra hanc traditionem a nobis factam venire temptaverit, aut eam infringere voluerit, omnipotentis Dei iram incurrat. Actum anno.

 

Arbeitsübersetzung:

Im Namen Jesu Christi, des ewiggeborenen Sohnes der Jungfrau, des höchsten Schöpfers, des gütigen Spenders, der durch seinen Willen durch alle Zeiten hindurch die gesamte Schöpfung in rechter Ordnung erhält. Da das Ende des Menschengeschlechts naht und keine unklaren Anzeichen durch die zunehmenden Zerstörungen zeigen, dass das gegenwärtige Zeitalter seinem Ende entgegengeht, soll ein jeder Sterbliche sich umso aufmerksamer den Weg zur Ewigkeit vor Augen führen, durch den das ewige Reich und die ewige Freude erlangt werden kann.

Deshalb, im Namen Gottes, schenke und übertrage ich, Godilda, aus Liebe zu Gott und zum Seelenheil meines Herrn, des Herzogs Giselbert, und meiner eigenen Seele dem Kloster des heiligen Willibrord und dem Altar der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit, zu deren Ehre innerhalb der Immunität des genannten heiligen Vaters (Willibrord) ein Bau errichtet ist, sowie zur Versorgung der Kanoniker, die dort im Dienst des Herrn stehen, folgendes:

Im Gau Menifelt, im Grafenbezirk des Everard, in der Ortschaft Plaida einen Hof und eine Mühle; in einem anderen Ort namens Alcana bei dem Fluss Mosel zwei Weingärten;
in einem Ort namens Ketichi zwei Höfe;
in der Ortschaft Vellin einen Weingarten;
in der Ortschaft Limana einen Weingarten, verteilt auf vier Stellen, zusammen mit vier Hörigen.

Dies alles unter der Bedingung, dass ich, solange ich in dieser Welt lebe, eine Pfründe von diesem heiligen Ort erhalte, nämlich jährlich einen Wagen voll Wein.

All das, was oben genannt wurde, sollen [die Empfänger] ab dem heutigen Tag besitzen und halten dürfen, und sie sollen damit nach ihrem Willen verfahren können.

Wenn aber jemand – was ich keineswegs glaube –, sei es ich selbst, was fernliege, oder irgendein Erbe oder Nachfolger von mir, oder irgendeine entgegenstehende Person, versuchen sollte, gegen diese von uns gemachte Schenkung zu handeln oder sie zu verletzen, so möge er dem Zorn des allmächtigen Gottes verfallen.

Geschehen im Jahr [...]

Alternative Funde

Namensübereinstimmungen mit Zeitangaben

Die lateinische Phrase „Giselbertus dux et uxor Godilda“ bedeutet auf Deutsch:

„Herzog Giselbert und seine Ehefrau Godilda“

  • Giselbertus ist die lateinische Form von Giselbert, ein männlicher Vorname.
  • dux heißt Herzog.
  • et bedeutet und.
  • uxor heißt Ehefrau.
  • Godilda ist ein weiblicher Vorname.

Die lateinische Phrase „Godilda uxor Giselberti ducis“ bedeutet auf Deutsch:

„Godilda, die Ehefrau des Herzogs Giselbert“

  • Godilda – ein weiblicher Vorname
  • uxor – bedeutet Ehefrau
  • Giselberti – der Genitiv von Giselbertus, also „des Giselbert“
  • ducis – der Genitiv von dux, also „des Herzogs“

Diese Formulierungen findet man oft in mittelalterlichen Inschriften oder Urkunden, in denen Personen mit ihren sozialen Rollen und ihre Titel genannt werden.

„Giselbertus dux et uxor Godilda. e. 900–950.“

e. 900–950 = Wirkungszeitraum oder Lebensdaten

Geschichte der Grundherrschaft Echternach im Frühmittelalter (Ed. Wampach) Nr. 170

In nomine Ihesu Christi, eterni virginis nati, opificis summi, largitoris boni, arbitrio moderno per secula cuncta ordinantis honeste universam creaturam. Humani generis termino appropinquante, non incerta ruinis crebrescentibus seculum presens finiendum demonstrantur indicia. Undique unicuique mortalium eternitatis via attentius premeditanda est, per quam regnum et gaudium consequatur eternum. Idcirco in Dei nomine Godilda ob amorem Dei et remedium anime domini mei Giselberti ducis et anime mee dono et transfundo ad monasterium sancti Willibrordi et ad altare sancte et individue Trinitatis, in cuius honore infra emunitatem ipsius sancti patris constat [esse] constructum, et ad victualia canonicorum inibi Domino famulantium in pago Menifelt vocato, in comitatu Everardie et in villa Plaida mansum I et molendinum I, et in alia villa que vocatur Alcana iuxta Musellam fluvium picturas II, et in alia villa que vocatur Ketichi mansos duos et in villa Vellin picturam I, et in villa Limana picturam I quatuor locis dispersam cum mancipiis IIII, ea scilicet ratione ut quamdiv vivo in hoc seculo, prebendam I de ipso sancto loco ad singulis annis carradam I de vino accipiam, et hec omnia superius memorata a die presente teneant atque possideant, et quicquid exinde voluerint, faciant. Si quis autem, quod minime fieri credo, ego, quod absit, aut ullus heredum vel successorum meorum seu quelibet opposita persona contra hanc traditionem a nobis factam venire temptaverit, aut eam infringere voluerit, omnipotentis Dei iram incurrat. Actum anno.

Quelle:    Formulae - Litterae - Chartae: Leseumgebung

Der Text stammt aus Wampachs „Geschichte der Grundherrschaft Echternach im Frühmittelalter“, Nr. 170, innerhalb der Sammlung Formulae – Litterae – Chartae. Es handelt sich um eine weitere literarische Überlieferung, die zusätzliche Informationen zur Schenkungsurkunde der Godilda bietet und deren historischen Kontext ergänzt.

🖋️ Autor Toni H.
Recherchen, Archivarbeit & Text
Kettiger Heimatkundler

Godilda Platz in Kettig