Anton Zinndorf, geboren 1899 in Hillscheid, brach 1931 zu einer außergewöhnlichen Reise auf: Als junger Bäcker heuerte er im neu eröffneten Castle Harbour Hotel auf Bermuda an – einem der exklusivsten Häuser seiner Zeit. Die Passagierlisten der S.S. Albert Ballin und der S.S. Patuca dokumentieren seinen Weg über Hamburg, New York und schließlich zurück nach Europa.
Nach seiner Rückkehr diente er im Zweiten Weltkrieg bei der Kriegsmarine und eröffnete später eine eigene Bäckerei in Koblenz. Über eine Patenschaft führt sein Lebensweg schließlich auch nach Kettig, wo seine Geschichte bis heute Teil der lokalen Erinnerung ist.
Ein Leben zwischen Westerwald, Atlantik und Heimat – und eine Spur, die bis in unser Dorf reicht.
Vom Westerwald nach Bermuda – und zurück in die Bäckerei an Rhein und Mosel
Die Rubrik Lebenswege beleuchtet Biografien, die – direkt oder indirekt – mit Kettig verbunden sind. Der Lebensweg von Anton Zinndorf, geboren 1899 in Hillscheid, ist ein solches Beispiel: Er stammt nicht aus Kettig, doch über familiäre Bande war er Patenonkel einer Kettiger Bürgerin. Dadurch wurde seine außergewöhnliche Auslandsreise Teil der lokalen Familiengeschichte und verdient einen Platz in unserer Dokumentation.
Sein Leben zeigt, wie persönliche Beziehungen über Dörfer und Grenzen hinweg wirken – und wie selbst entfernte Biografien in Kettig Spuren hinterlassen.
1. Herkunft und frühe Lebensdaten
Anton Zinndorf wurde am 16. Januar 1899 in Hillscheid (Westerwald) geboren. Seine Familie gehörte zu den traditionellen Handwerksfamilien des Ortes – allerdings nicht im Bäckerhandwerk, sondern im Keramik‑ und Steinzeuggewerbe:
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Vater: Heinrich Aloisius Zinndorf (1858–1921), Krugbäcker mit eigener Werkstatt in Hillscheid (Krugbäcker = Töpfer/Keramiker, Hersteller von Krügen und Steinzeug)
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Mutter: Maria Mathilde Ursula Zinndorf, geb. Günther (1869–1935)
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Geschwister: Drei Brüder und zwei Schwestern
Anton wählte also einen anderen beruflichen Weg als sein Vater und erlernte das Bäckerhandwerk – ein Beruf, der ihn später sogar über den Atlantik führen sollte.
Die Passagierliste der S.S. Albert Ballin bestätigt seine Herkunft:
„father: Heinrich Zinndorf, Hillscheid, Rheinstraße 8“
Foto privat:
Das historische Familienfoto (geschätzt von 1911) stammt aus dem Besitz der Nachfahren und zeigt die Familie Heinrich Aloisius Zinndorf aus Hillscheid. In der vorderen Reihe sitzen die Eltern Heinrich Aloisius Zinndorf und Maria Mathilde Ursula Zinndorf, geb. Günther. Bei ihnen stehen ihre sechs Kinder: Karl, Maria, Jakob Alois, Friedrich August, Josefine sowie Anton Zinndorf, der in der oberen Reihe zweiter von rechts zu sehen ist.
2. Die Ausreise 1931 – Mission „Castle Harbour“
Weltwirtschaftskrise und neue Chancen
1931 befand sich die Welt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Viele Handwerker suchten neue Perspektiven – auch Anton Zinndorf. Er erhielt eine seltene Möglichkeit: eine Arbeitsstelle im Ausland, genauer im neu eröffneten Castle Harbour Hotel auf Bermuda.
Überfahrt mit der S.S. „Albert Ballin“
Titel: Hansa (Albert Ballin).jpg Beschreibung: „Albert Ballin, ab 1935 Hansa“ Datum: nach 1935 Quelle: Arnold Kludas, Die Geschichte der deutschen Passagierschiffahrt 1850–1990, Lizenzausgabe Weltbild, Augsburg; Band 5: Eine Ära geht zu Ende 1930 bis 1990, Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 22, 1990, ISBN 3‑8225‑0041‑0, S. 37 Urheber: unbekannt (Hapag‑Lloyd AG) Lizenz: Gemeinfrei, da Urheberrecht abgelaufen und Werk anonym veröffentlicht wurde (EU‑Regelung: 70 Jahre nach anonymer Veröffentlichung) URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hansa_(Albert_Ballin).jpg Abrufdatum: 20. August 2026
Am 12. November 1931 verließ er Hamburg an Bord der S.S. Albert Ballin. Die Passagierliste führt ihn als Transit-Passagier, Beruf baker, Ziel Castle Harbour Hotel, Tucker’s Town, Bermuda.
Aus dem Manifest:
„Castle Harbour Hotel, Tucker’s Town, Bermudas“
Sein Transitvisum (Nr. 111) war wenige Tage zuvor in Frankfurt ausgestellt worden. Die Route führte über New York, wo er am 21. November 1931 eintraf.
Alphabetische Passagierliste der S.S. „Albert Ballin“ – 21. November 1931
„Holland, Erie, New York, United States – Passagierlisten, 19. Oktober 1931.“ Aufnahme 492 von 1012, Aufnahmengruppen‑Nr. 100187692. Quelle: FamilySearch – Book Indexes for New York Passenger Lists, 1906–1942, Roll 617 (Holland-American; Hamburg-American; North German Lloyd) Ersteller: United States National Archives and Records Administration (NARA) URL: https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QS7-89XW-HHN9?view=explore (Zugriff am 12. August 2026)
Die alphabetische Passagierliste der S.S. „Albert Ballin“ dokumentiert die Einreise von Passagieren der Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG) nach New York im Spätherbst 1931. Das Deckblatt der alphabetischen Liste trägt das Datum 21. November 1931 und weist die Fahrt des Schiffes eindeutig aus. Alphabetische Registerseiten dieser Art wurden von den US‑Einwanderungsbehörden erstellt, um die Suche nach einzelnen Passagieren in den umfangreichen Hauptlisten zu erleichtern.
Die alphabetische Liste ist nach Familiennamen sortiert. Anton Zinndorf erscheint dort auf der letzten Seite, entsprechend seiner Einordnung unter dem Buchstaben „Z“. Die alphabetische Liste verweist auf die Stelle in der vollständigen Passagierliste, an der seine Ankunft offiziell verzeichnet ist.
Archivischer Kontext
Die alphabetische Liste ist Teil der umfangreichen Sammlung „New York, Book Indexes to Passenger Lists, 1906–1942“, die von der United States National Archives and Records Administration (NARA) verwaltet wird.
Sie befindet sich innerhalb der Filmgruppe Roll 617, die die Passagierlisten mehrerer großer transatlantischer Linien umfasst:
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Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG)
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Holland-America Line
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North German Lloyd
Die alphabetischen Registerseiten verschiedener Fahrten wurden in diesen Bänden häufig hintereinander geführt. Dadurch können unterschiedliche Datumsangaben – wie 19. Oktober 1931 und 21. November 1931 – innerhalb derselben Filmrolle auftreten. Die alphabetische Liste der „Albert Ballin“ vom 21. November 1931 ist somit ein eigenständiger Abschnitt innerhalb dieser Archivstruktur.
Bedeutung des Fundes
Für die historische Rekonstruktion des Lebenswegs von Anton Zinndorf ist dieser Fund besonders wertvoll:
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Das Deckblatt bestätigt die konkrete Fahrt der S.S. „Albert Ballin“ am 21. November 1931.
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Die alphabetische Liste zeigt, dass Zinndorf tatsächlich als Passagier erfasst wurde.
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Die Position auf der letzten Seite belegt die korrekte alphabetische Einordnung.
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Die Archivzuordnung (Roll 617) ermöglicht die exakte Verortung der vollständigen Passagierliste im NARA‑Bestand.
Damit ergibt sich ein zweifelsfreies und sauber belegtes Bild seiner Einreise nach New York.
Einwanderungsunterlagen New York City – Aufnahmen 782 und 783 (1931)
United States National Archives and Records Administration (NARA): New York City – Einwanderungsunterlagen 1931. Passagier- und Einwanderungsindex, Aufnahme 782 und 783 von 847 . FamilySearch, Sammlung New York Passenger Arrival Lists (Ellis Island), URL: https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:33SQ-G5VR-9VVT, URL: https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:33S7-95VR-9JQ1, (Zugriff am 12. August 2026).
„List or Manifest of Alien Passengers“ – S.S. Albert Ballin, Hamburg → New York, November 1931
Die beiden zusammengehörenden Manifest‑Seiten dokumentieren die Einreise der Passagiere der S.S. „Albert Ballin“ im November 1931. Das Schiff der Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG) verließ Hamburg am 12. November 1931 und erreichte den Hafen von New York am 21. November 1931. Die Unterlagen gehören zur offiziellen „List or Manifest of Alien Passengers for the United States Immigration Officer at Port of Arrival“, also dem gesetzlich vorgeschriebenen Einwanderungsmanifest.
Die linke Seite trägt die Überschrift:
„S.S. ‘Albert Ballin’ – Passengers sailing from Hamburg, 12th November, 1931.“
Die rechte Seite ist als „NON IMMIGRANT MANIFEST“ gekennzeichnet und trägt die Ankunftsangabe:
„Arriving at Port of New York, November 21st, 1931.“
Damit ist eindeutig belegt, dass es sich um die vollständige Manifest‑Doppelseite der Reise handelt.
Eintrag zu Anton Zinndorf (Zeile 7)
Der Passagier Anton Zinndorf erscheint auf beiden Seiten in Zeile 7. Die Angaben sind vollständig und entsprechen den damaligen US‑Einwanderungsbestimmungen.
Persönliche Angaben
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Name: Zinndorf, Anton
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Alter: 32 Jahre
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Geschlecht: männlich
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Familienstand: ledig
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Beruf: Bäcker
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Sprache: Deutsch
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Nationalität: Deutsch
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„Race or People“: German
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Geburts-/Herkunftsland: Germany
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Geburts-/Herkunftsort: Hillscheid
Einwanderungsdokumente
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Immigration Visa: Nr. 111
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Ausstellungsort: Frankfurt
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Ausstellungsdatum: 5. November 1931
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Letzter dauerhafter Wohnsitz: Germany, Frankfurt
Angaben auf der rechten Manifestseite (Zeile 7)
Nächster Angehöriger im Heimatland
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Vater: Heinrich Zinndorf
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Adresse: Hillscheid, Rheinstr. 8
Zielort und Reiseabsicht
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Final Destination: B.I. Tuckers Town (Bermuda)
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Ticket zum Endziel: nein
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Passage bezahlt von: siehe Spalte 23
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In Spalte 23 („whether going to join a relative or friend…“): → Castle Harbor Hotel, Tuckers Town, Bermuda
Zweck der Einreise in die USA
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„in transit to Bermuda“ → Die USA waren also nur Durchgangsstation, nicht das eigentliche Ziel.
Physische Beschreibung
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Größe: 5 Fuß 8 Zoll
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Haarfarbe: braun
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Augenfarbe: grau
Historische Bedeutung des Fundes
Die beiden Manifestseiten liefern ein vollständiges, amtliches Profil von Anton Zinndorf zum Zeitpunkt seiner Reise im November 1931. Sie dokumentieren:
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die exakte Route (Hamburg → New York → Bermuda),
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den Nicht‑Einwanderungsstatus („NON IMMIGRANT MANIFEST“),
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die familiäre Herkunft (Vater in Hillscheid),
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die berufliche Identität (Bäcker),
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die physische Beschreibung,
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die Visa‑Daten,
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und die konkrete Enddestination (Castle Harbor Hotel, Tuckers Town, Bermuda).
Damit ist dieser Fund ein zentrales Dokument für die Rekonstruktion dieses Lebenswegs von Anton Zinndorf und belegt seine Reiseabsicht, seine familiären Verbindungen und seine berufliche Situation im Jahr 1931.
Das Castle Harbour Hotel – ein Prestigeprojekt
Castle Harbour Hotel, Bermuda – bekannt für Golf, Tennis, Schwimmen und Gastfreundschaft. Gedruckte Lithographie‑Postkarte („Printed (Lithograph)“), Chrome Era (ca. 1939–present) . Anonymes Werk; nach EU‑Recht 70 Jahre nach Veröffentlichung gemeinfrei. Abbildung: Scan der im Original vorliegenden Postkarte. Fundstelle: eBay‑Angebot, abgerufen am 20. August 2026. URL: https://www.ebay.de/itm/304232056240
Das Castle Harbour Hotel eröffnete im Dezember 1931 und galt damals als eines der modernsten Luxushotels weltweit. Sehr vieles spricht dafür, dass Anton Zinndorf zur ersten Belegschaft gehörte – vermutlich als Bäcker oder als Teil des Küchenteams, das für den Betrieb der hauseigenen Bäckerei verantwortlich war.
Damit wurde ein Handwerker aus dem Westerwald Teil eines internationalen Hotelprojekts, das für die damalige Zeit einen außergewöhnlichen beruflichen Schritt darstellte.
3. Der Aufenthalt auf Bermuda (Winter 1931/32)
Anton Zinndorf verbrachte rund fünf Monate auf Bermuda. Sein Einsatz deckte die komplette erste Wintersaison des Hotels ab – die wichtigste Zeit für die Luxushotellerie der Insel.
Das Castle Harbour Hotel blieb über Jahrzehnte ein bedeutendes Reiseziel, wurde später als Marriott Castle Harbour weitergeführt und schließlich 2002 abgerissen. Heute befindet sich an gleicher Stelle das Rosewood Bermuda, das die Tradition exklusiver Gastlichkeit fortsetzt.
4. Rückreise 1932 – Heimkehr nach Europa
Am 24. April 1932 erreichte Anton Zinndorf mit der S.S. Patuca den Hafen von Southampton. Die britische Passagierliste führt ihn erneut als Transit-Passagier mit dem Ziel Deutschland.
Sein Alter wird dort korrekt mit 33 Jahren angegeben – ein Detail, das die Dokumente präzise bestätigen.
Titel: S.S. Patuca – Armed Merchant Cruiser, Royal Navy, ca. 1914–1918 Dateiname: PhotoWW1‑08amcPatuca1PS.JPG Quelle: Naval‑History.net – Royal Navy Ships, World War I Photo Archive Urheber: unbekannt (Royal Navy / Public Domain) Lizenz: Gemeinfrei (Public Domain – offizielles Regierungsfoto, Urheberrecht abgelaufen) URL: https://www.naval-history.net/PhotoWW1-08amcPatuca1PS.JPG Abrufdatum: 20. August 2026
Die Passagierliste der S.S. Patuca (Southampton, April 1932)
Quelle: Vereinigtes Königreich & Irland, Listen der ankommenden Passagiere 1878–1960 (Serie BT26) Eintrag: Anton Zinndorf, Ankunft Southampton 24. April 1932, Schiff S.S. Patuca Archivreferenz: BT26/999, Seite 155 Fundstelle: MyHeritage Abrufdatum: 20. August 2026 URL: https://www.myheritage.de/research/collection-20991/vereinigtes-konigreich-und-irland-listen-der-ankommenden-passagiere-1878-1960
Rückkehr aus Bermuda – Anton Zinndorf und weitere Saisonkräfte
Die Passagierliste der S.S. Patuca, die im April 1932 im Hafen von Southampton eintraf, dokumentiert die Einreise einer Gruppe von überwiegend europäischen Reisenden, die aus Übersee zurückkehrten. Unter ihnen befindet sich Anton Zinndorf, dessen Reiseweg von Hamburg über New York nach Bermuda bereits durch die US‑Transitunterlagen belegt ist. Die Patuca‑Liste zeigt nun seine Heimkehr nach Europa.
Anton Zinndorf in der Patuca‑Liste
In der Liste erscheint er als:
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Name: Zinndorf, Anton
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Alter: 33 Jahre
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Staatsangehörigkeit: Deutsch
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Letzter Wohnsitz: Deutschland
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Ziel: Rückkehr nach Deutschland
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Status: Transit‑Passagier
Damit bestätigt die Patuca‑Liste eindeutig, dass Anton Zinndorf nach seiner Tätigkeit im Castle Harbour Hotel auf Bermuda wieder nach Europa zurückreiste.
Die übrigen Passagiere – Hinweise auf Hotelpersonal
Die Patuca‑Liste enthält zahlreiche italienische, französische und deutsche Namen. Besonders auffällig sind die Berufsangaben, die typisch für die Hotel‑ und Gastronomiebranche der damaligen Zeit sind:
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Cook (Koch)
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Waiter (Kellner)
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Steward (Steward)
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Cuisinier (Küchenfachkraft)
Diese Berufsgruppen waren in den frühen 1930er‑Jahren häufig auf Bermuda beschäftigt, da die Insel stark vom Tourismus lebte und große Hotels – darunter das Castle Harbour Hotel, in dem Zinndorf arbeitete – internationale Arbeitskräfte anwarben.
Die Zusammensetzung der Passagierliste legt daher nahe:
Viele dieser Personen kehrten – wie Anton Zinndorf – aus einer Saisonanstellung auf Bermuda zurück.
Die S.S. Patuca war eines der Schiffe, die diese Rückreisen regelmäßig durchführten.
Historische Einordnung
Die Passagierliste der S.S. Patuca zeigt ein interessantes Bild der damaligen Arbeitsmigration:
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Bermuda war ein internationaler Arbeitsmarkt für die Wintersaison.
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Europäische Fachkräfte – Deutsche, Italiener, Franzosen – arbeiteten dort in Hotels und Gastronomie.
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Nach Saisonende kehrten sie über Southampton nach Europa zurück.
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Die S.S. Patuca war ein typisches Rückkehrschiff für Hotelangestellte und Dienstpersonal.
Anton Zinndorf fügt sich genau in dieses Muster ein: Er war als Bäcker im Castle Harbour Hotel tätig und kehrte im Frühjahr 1932 nach Europa zurück – dokumentiert durch die US‑Transitliste (New York) und die britische Einreiseliste der S.S. Patuca.
5. Militärdienst – Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg
Während des Zweiten Weltkriegs diente Anton Zinndorf bei der Kriegsmarine. Dieser Abschnitt seines Lebens ist für viele Angehörige seiner Generation typisch: Nach den wirtschaftlich schwierigen 1930er‑Jahren und der kurzen Auslandsphase folgte der Dienst im Militär, bevor er nach Kriegsende wieder in den zivilen Alltag zurückkehrte.
Foto: privat
Das Foto zeigt Anton Zinndorf (wahrscheinlich 1941) in seiner Uniform der Kriegsmarine während des Zweiten Weltkriegs. Er trägt die typische dunkelblaue Matrosenuniform mit weiß gestreiftem Kragen sowie die Schiffsmütze mit der Aufschrift „Kriegsmarine“. Die Aufnahme ist ein formelles Porträt und vermittelt den Eindruck eines offiziellen Dienstfotos aus der damaligen Zeit.
6. Neubeginn nach dem Krieg – die eigene Bäckerei in Koblenz
Nach seiner Rückkehr und den Kriegsjahren nahm Zinndorf sein Handwerk erneut auf. In den folgenden Jahren eröffnete er eine eigene Bäckerei in Koblenz, wo er sich als selbstständiger Bäcker etablierte.
Damit schloss sich der Kreis: Der Mann, der 1931 als junger Bäcker über den Atlantik fuhr, führte sein Handwerk später wieder in der Heimatregion fort – nun mit internationaler Erfahrung und einem gestärkten beruflichen Selbstbewusstsein.
Die Koblenzer Bäckerei wurde zum Lebensmittelpunkt der Familie und prägte den Alltag über Jahrzehnte.
Foto: privat
Auf dem Foto stehen Antonius Zinndorf, der dritte von rechts, sowie sein jüngerer Bruder Friedrich August, der ganz links zu sehen ist. Beide tragen zeittypische Kleidung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und sind Teil einer kleinen Gruppenaufnahme im Freien.
7. Bedeutung für Kettig
Warum erscheint ein Mann aus Hillscheid in unserer Rubrik Lebenswege?
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Familiäre Verbindung: Über eine Patenschaft wurde Zinndorf Teil einer Kettiger Familiengeschichte.
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Historische Einbettung: Sein außergewöhnlicher Auslandsaufenthalt zeigt, wie Menschen aus unserer Region in schwierigen Zeiten Mut zu neuen Wegen fanden.
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Lokale Erinnerung: Für die Patenfamilie in Kettig ist seine Reise ein Stück eigener Familienüberlieferung – und damit Teil der Dorfgeschichte.
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Regionale Verankerung: Seine spätere Bäckerei in Koblenz verbindet den Westerwald, die Stadt Koblenz und die Kettiger Familienlinie zu einem regionalen Lebensweg.
Solche Biografien erweitern unseren Blick: Sie zeigen, dass Kettig nicht nur aus lokalen Ereignissen besteht, sondern auch aus Lebenswegen, die weit über das Dorf hinausreichen und dennoch hier ihre Spuren hinterlassen.
8. Schlussbemerkung
Anton Zinndorf verstarb am 3. Januar 1979, kurz vor seinem 80. Geburtstag. Sein Lebensweg verbindet den Westerwald, Frankfurt, New York, Bermuda, Southampton, Koblenz – und über persönliche Bande auch Kettig.
Ein Beispiel dafür, wie weit Lebenswege führen können und wie sie dennoch in unserer Dorfgemeinschaft weiterwirken.
Zusatzinfos
S.S. Albert Ballin
Titel: SS Albert Ballin.1923.jpg Beschreibung: „Die Albert Ballin, 1923“ Aufnahmedatum: 27. September 1923 (pic taken) Upload: 21. Oktober 2007, 23:59 (Upload zu en‑wp) Hochgeladen: 12. November 2007 Urheber: US Federal Government (gemeinfrei) – Hinweis: Das Bild ist als „Gemeinfrei“ gekennzeichnet Quelle: Wikimedia Commons / Wikipedia URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Ballin_(Schiff) (de.wikipedia.org in Bing) Abrufdatum: 20. August 2026
Die Albert Ballin war ein großes deutsches Passagierschiff der Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG), gebaut bei Blohm & Voss in Hamburg und am 16. Dezember 1922 vom Stapel gelassen . Sie nahm im Sommer 1923 den Dienst auf der Nordatlantikroute zwischen Hamburg und New York auf .
Das Schiff war mit 191,2 m Länge, 24 m Breite und zunächst 20.815 BRT vermessen und verfügte über zwei Getriebeturbinen mit 13.500 PS, später nach Umbauten über 29.000 PS und eine Geschwindigkeit von bis zu 19 kn . Es bot Platz für mehrere Klassen, darunter eine große Auswanderer‑Drittklasse, später ergänzt durch eine Touristenklasse .
1934 wurde das Schiff um rund 15 m verlängert, erhielt neue Schornsteine und verbesserte Passagiereinrichtungen . 1935 erfolgte die politisch motivierte Umbenennung in Hansa, da Albert Ballin jüdischer Herkunft war .
Im Zweiten Weltkrieg diente die Hansa als Wohnschiff der Kriegsmarine und wurde 1945 zur Evakuierung der Ostgebiete eingesetzt . Nach Kriegsende wurde das gekenterte Schiff gehoben, repariert und 1953 an die Sowjetunion übergeben, wo es als Sovetskiy Soyuz und später Tobolsk fuhr .
1982 wurde das Schiff schließlich in Hongkong verschrottet .
Quelle: Albert Ballin (Schiff) – Wikipedia
Menükarte 1931 – Dampfer „Albert Ballin“ (Art.-Nr. 13367807) Bartko & Reher GmbH & Co. KG, Berlin Menükarte der Hamburg‑Amerika‑Linie, 13 × 19 cm, guter Zustand URL: https://www.ansichtskartenversand.com/…/13367807-Menuekarte-1931-Dampfer-Albert-Ballin-Hamburg-Amerika-Linie (ansichtskartenversand.com in Bing) Nutzung des Scans mit ausdrücklicher Zustimmung des Rechteinhabers (E‑Mail vom 3. September 2026).
Menükarte 1931 – Dampfer „Albert Ballin“ (Art.-Nr. 13367806) Bartko & Reher GmbH & Co. KG, Berlin Menükarte der Hamburg‑Amerika‑Linie, 14 × 19 cm, mittig gefaltet, guter Zustand URL: https://www.ansichtskartenversand.com/…/13367806-Menuekarte-1931-Dampfer-Albert-Ballin-Hamburg-Amerika-Linie (ansichtskartenversand.com in Bing) Nutzung des Scans mit ausdrücklicher Zustimmung des Rechteinhabers (E‑Mail vom 3. September 2026).
Menükarten des Dampfers Albert Ballin (17. und 20. Oktober 1931)
Die beiden Menükarten stammen vom Passagierdampfer Albert Ballin der Hamburg‑Amerika‑Linie und wurden am 17. Oktober 1931 sowie am 20. Oktober 1931 an Bord ausgegeben. Es handelt sich um zeittypische Drucke auf Luxuspapier (Ephemera) mit den Formaten 14 × 19 cm und 13 × 19 cm. Solche Menükarten gehörten zur täglichen Bordkultur der großen Überseeschiffe und spiegeln den Anspruch der Reederei wider, ihren Gästen eine hochwertige Gastronomie und ein repräsentatives Reiseerlebnis zu bieten.
Der Dampfer Albert Ballin war eines der bedeutenden Schiffe der HAPAG und trug den Namen ihres langjährigen Generaldirektors, der die moderne Passagierschifffahrt maßgeblich prägte. Menükarten wie diese dokumentieren nicht nur die kulinarische Gestaltung an Bord, sondern sind zugleich kleine Zeitzeugnisse der maritimen Reisekultur der frühen 1930er Jahre – Momentaufnahmen einer Atlantiküberfahrt, festgehalten im Alltag der Passagiere.
Weitere historische Materialien zur Albert Ballin
Wer sich über die beiden Menükarten hinaus für die Geschichte des Dampfers Albert Ballin interessiert, findet beim Ansichtskartenversand Bartko & Reher eine ganze Reihe weiterer historischer Drucke, die dort zum Verkauf angeboten werden. Mit einer einfachen Suche nach dem Schiffsnamen erscheinen zahlreiche Postkarten mit Außenansichten, Innenaufnahmen der Salons und Kabinen, Deckszenen sowie weitere maritime Ephemera, die die Reisekultur der frühen 1930er Jahre lebendig machen.
Für Sammlerinnen und Sammler, maritime Geschichtsfreunde oder historische Recherchen ist das Sortiment besonders interessant: Die Plattform bietet eine große Auswahl an originalen historischen Postkarten und Druckerzeugnissen, die sich hervorragend als Quellenmaterial eignen und oft seltene Motive enthalten.
Ein Besuch lohnt sich — die Vielfalt der angebotenen Stücke zeigt, wie reich die visuelle Überlieferung rund um die Albert Ballin und die Hamburg‑Amerika‑Linie tatsächlich ist.
URL: https://www.ansichtskartenversand.com/ak/index.php?search=standard&id=0&searchword=albert+ballin
Castle Harbour Hotel – Überblick
Titel: Somers Isles Map by John Speed 1676 – Parish of St George Beschreibung: Detail aus einer Karte der Somers Isles (Bermuda) von John Speed, 1676 Gezeigter Bereich: St. George’s Parish, einschließlich Castle Harbour und Castle Islands Originaltitel: Somers Isles Map – John Speed 1676.jpg (Detail) Erstellungsjahr: 1676 Hochgeladen: 19. Februar 2017 Lizenz: Public Domain (gemeinfrei) – ausdrücklich als „Public Domain“ gekennzeichnet Quelle: Wikimedia Commons / Wikipedia URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Castle_Harbour,_Bermuda Abrufdatum: 20. August 2026
Castle Harbour, Bermuda. In: Wikipedia – The Free Encyclopedia. Bilddatei: Bmmap‑Castleharbor.png, erstellt am 22. November 2005, hochgeladen am 8. Juli 2007 . Weitere Angaben: „Location of Castle Harbour in Bermuda“; ursprünglich hochgeladen von Grutness auf der englischen Wikipedia, später nach Wikimedia Commons übertragen . URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Castle_Harbour,_Bermuda Abrufdatum: 20. August 2026
Titel: Bermuda – Castle Harbour Hotel – bekannt für Golf, Tennis, Schwimmen, Gastfreundschaft Art: Gedruckte Lithographie‑Postkarte („Printed (Lithograph)“) Epoche: Chrome Era (ca. 1939–present) Motiv: Castle Harbour Hotel, Bermuda (Hotel, City/Region: Bermuda) URL: https://www.ebay.de/itm/304232056240 Abrufdatum: 20. August 2026
Titel: 1936 Bermuda Postcard – “Bathing Pool, Castle Harbour Hotel” – Curteich Linen – Unused Art: Gedruckte Curteich‑Linen‑Postkarte („Curteich Linen“) Motiv: Badepool des Castle Harbour Hotel, Bermuda URL: https://www.ebay.de/itm/146877725170 Abrufdatum: 20. August 2026
Titel: The Castle Harbour Hotel, Golf & Beach Club, Bermuda, British Overseas Territory Art: Gedruckte Postkarte („Printed“) Motiv: Castle Harbour Hotel, Golf & Beach Club, Tucker’s Town, Bermuda Region / Land: Bermuda, British Overseas Territory
URL: https://www.ebay.de/itm/257675955992 Abrufdatum: 20. August 2026
Titel: Castle Harbour Hotel Bermuda – Segelboot Hamilton – 1954 Postkarte Art: Gedruckte Postkarte Motiv: Castle Harbour Hotel, Bermuda – Segelboot vor Hamilton Ursprungsland: Vereinigte Staaten von Amerika
URL: https://www.ebay.de/itm/318700536835 Abrufdatum: 20. August 2026
Das Castle Harbour Hotel war eines der vier großen Hotels, die von der Furness Bermuda Line betrieben wurden. Es öffnete 1931 direkt am Castle Harbour in Bermuda .
Bauweise
Alle Baumaterialien wurden in England vorgefertigt und anschließend per Furness‑Schiffen nach Bermuda transportiert .
Umbauten & spätere Nutzung
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1984: Hotel schloss für Renovierung und Erweiterung
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1986: Wiedereröffnung als Marriott Castle Harbour Hotel
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1999: erneute Schließung für kompletten Neubau
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Das ursprüngliche Gebäude wurde bis auf den Stahlrahmen entkernt und neu aufgebaut
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Heute heißt das Hotel Rosewood Bermuda, mit einigen erkennbaren Elementen des Originals – darunter der ikonische Elevatorturm, der Gäste vom Ufer hinauf zum Hotel brachte
Die vollständigen historischen Informationen findest du hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Furness_Bermuda_Line_hotels
hier der Link zum neuen Hotel Rosewood Bermuda: https://www.rosewoodhotels.com/en/bermuda
Castle Harbour Hotel, Bermuda – Vintage Color Ad, erschienen 1931 in Town & Country Magazine. Originale Farbanzeige URL: https://www.ebay.com/itm/277369835969
Werbeanzeige (Castle Harbour Hotel, 1931)
Die farbige Werbeanzeige aus dem Jahr 1931 präsentiert das Castle Harbour Hotel als eines der exklusivsten Häuser Bermudas. Das Motiv zeigt das modern gestaltete Hotel inmitten einer malerischen Küstenlandschaft, während der Text die Anlage als „Bermuda’s contribution to the smart hotels of the world“ hervorhebt. Die Anzeige betont die luxuriöse Ausstattung mit eigenem Yachtbecken, Golfclub und einer Küche, die von L’Hermitage in Le Touquet übernommen wurde. Sie vermittelt den mondänen Anspruch der frühen 1930er Jahre und richtet sich an ein internationales, wohlhabendes Publikum, das nach eleganten Reisezielen suchte.
Originale Magazinseite / Landschaftsplan des Castle Harbour Hotel, Tucker’s Town, Bermuda, erschienen 1933. URL: https://www.ebay.com/itm/136533019649
Die Magazinseite von 1933 zeigt einen historischen Landschaftsplan des Castle Harbour Hotel in Tucker’s Town, Bermuda. Als Teil eines zeitgenössischen Hotel‑ oder Architekturwerks vermittelt der Plan einen Einblick in die frühe Entwicklung des luxuriösen Hotelareals, das in den 1930er Jahren zu den exklusivsten Adressen der Insel gehörte. Solche Pläne dokumentieren nicht nur die bauliche Gestaltung, sondern auch die touristische Vision Bermudas in einer Phase, in der die Insel gezielt als gehobenes Reiseziel etabliert wurde.
Originale Schwarz‑Weiß‑Werbeanzeige für die Hotels Bermudiana, Castle Harbour und St. George Hotel Beach & Golf Club, erschienen 1936. Quelle: Period Paper Historic Art LLC, Artikel “1936 Ad Bermuda Hotel Bermudiana Castle Harbour St. George Honeymoon YBSM1” Abrufdatum: 20. August 2026 URL: https://www.periodpaper.com/products/1936-ad-bermuda-hotel-bermudiana-castle-harbour-st-george-honeymoon-destination-220378-ybsm1-011
Werbeanzeige (1936)
Die Werbeanzeige aus dem Jahr 1936 wirbt für drei renommierte Hotels auf Bermuda: das Hotel Bermudiana, das Castle Harbour Hotel und den St. George Hotel Beach & Golf Club. Die Anzeige richtet sich ausdrücklich an Honeymoon‑Reisende und präsentiert Bermuda als exklusives Reiseziel für frisch Verheiratete. Es handelt sich um eine originale Schwarz‑Weiß‑Printanzeige, die heute als historisches Dokument gilt und von Period Paper als Near Mint / Very Fine bewertet wird . Mit ihren klaren Linien und dem typischen Grafikstil der 1930er Jahre vermittelt sie den eleganten, mondänen Charakter der damaligen Bermuda‑Hotels und ist ein schönes Beispiel für die touristische Werbung dieser Zeit.
S.S. / RMS / HMS Patuca – Kurzinfo
RMS Patuca – Elders & Fyffes LTD Ship Postcard. Gedruckte Real Photo Postcard, GRADE 5 („real photo“) Reguläre Größe: ca. 3½ × 5½ inch (9 cm × 14 cm) Anonymes Werk; nach EU‑Recht 70 Jahre nach Veröffentlichung gemeinfrei. Abbildung: Scan der im Original vorliegenden Postkarte. Fundstelle: OldPostcards.com, abgerufen am 20. August 2026. URL: https://www.oldpostcards.com/s/shpp022655-rms-patuca-elders-fyffes-ltd-ship-postcard.html
HMS Patuca (ex S.S. Patuca), Armed Merchant Cruiser der Royal Navy, ca. 1914–1918. Historische Fotografie, anonymes Werk (gemeinfrei). Quelle: Great War Forum / Invision Community – Beitrag „HMS Patuca Armed Merchant Cruiser“. Bilddatei: https://media.invisioncic.com/r224821/monthly_02_2010/post-8363-1265316357.jpg Abrufdatum: 20. August 2026.
Die S.S. Patuca wurde 1913 gebaut und war zunächst ein 6.103‑Tonnen-Dampfschiff der britischen Reederei Elders & Fyffes Line. In der Vorkriegszeit diente sie als Passagier- und Frachtschiff („banana boat“) auf den Linien zwischen Bristol/Avonmouth und Mittel‑ bzw. Südamerika sowie der Karibik. Aufgrund ihrer Zuverlässigkeit führte sie zeitweise die Bezeichnung RMS Patuca als Vertragsschiff der britischen Royal Mail. Diese zivile Nutzung prägte die Patuca bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs und setzte sich nach dem Krieg erneut fort.
Erster Weltkrieg
Zu Beginn des Krieges wurde die Patuca von der Royal Navy als Armed Merchant Cruiser (AMC) requiriert und erhielt die Kennnummer M.77. Zwischen November 1914 und Juli 1919 stand sie im Dienst der Royal Navy und war überwiegend der 10th Cruiser Squadron zugeteilt, das die Northern Patrol fuhr – eine der wichtigsten Blockade‑ und Kontrollzonen im Nordatlantik.
Aufgaben im AMC‑Dienst
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Kontrolle neutraler und feindverdächtiger Schiffe
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Abfangen von Handelsschiffen
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Einsetzen von Prize Crews zur Überführung beschlagnahmter Schiffe
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Konvoi‑Begleitung
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Patrouillenfahrten unter extremen Wetterbedingungen (schwere See, Sturm, Schneeschauer)
Einsatz als Kite Balloon Ship
Ab 1917 wurde die Patuca zusätzlich zu einem Kite Balloon Ship umgerüstet. Sie operierte bis Dezember 1918 mit Fesselballons zur Beobachtung und Aufklärung über See.
Technische Daten (aus Logbucheinträgen)
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Länge: 432 ft
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Breite: 53 ft
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Maschinen: 2 Dreifach‑Expansionsmaschinen, 5.000 IHP
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Antrieb: Twin‑Screw (Doppelschraube)
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Bewaffnung (AMC): 6 × 6‑inch Geschütze, 2 × 3‑pdr AA
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Besatzung: 28 Offiziere, 205 Mann (Stand Juli 1915)
Einsatzgebiet
Die Patuca operierte überwiegend:
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rund um St. Kilda, Butt of Lewis, Flannan Islands
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zwischen Irland, Schottland, Färöer
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auf Routen nach Liverpool, Glasgow, Stornoway (belegt durch Logbucheinträge, z. B. 22.–31. Dezember 1914)
Bemerkenswerte Ereignisse
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Mehrfach schwere Stürme mit Windstärke 11–12, Verlust von Ausrüstung
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Zahlreiche Prisenaktionen (u. a. gegen SS Navahoe, SS Felicia, SS Wico, SS Heim)
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Tod des Kommandanten Commander Cecil Halsted France‑Hayhurst RN am 24. Februar 1915 in Glasgow
Zwischenkriegszeit
Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte die Patuca zu Elders & Fyffes zurück und nahm ihre zivile Tätigkeit als Passagier‑ und Obstfrachter wieder auf. In den 1920er und frühen 1930er Jahren bediente sie erneut die Linien nach Bermuda und in die Westindischen Inseln.
Verbleib
Die Patuca wurde 1935 abgewrackt.
HMS Patuca: https://www.naval-history.net/OWShips-WW1-08-HMS_Patuca.htm
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