Garten & Landwirtschaft


Faschinenmesser
(vermutlich Frankreich, Modell 1816)

Material: Eisen; sekundärer Holzgriff
Datierung: frühes 19. Jahrhundert
Fundort: Kettig, Rheinland

Maße:

  • Klingenlänge: 46 cm
  • Klingenbreite: 4 cm
  • Hohlkehlen: 1× zentral (27 cm), 2× seitlich (je 9 cm)
  • Erl: 15 cm
  • Gewicht: ca. 500 g

Beschreibung:
Gerade, zweischneidige Klinge mit drei Hohlkehlen und durchgehendem Erl. Der originale Messinggriff ist nicht erhalten; stattdessen sekundärer Holzgriff aus späterer Nutzung. Deutliche Gebrauchsspuren und Korrosion.

Einordnung:
Typologisch ein französisches Faschinenmesser des frühen 19. Jahrhunderts, wahrscheinlich Modell 1816. Ursprünglich militärisches Werkzeug der Infanterie und Pioniertruppen zum Schneiden von Faschinenmaterial sowie als Nahkampfwaffe. Die Verbreitung solcher Stücke im Rheinland steht im Zusammenhang mit der französischen Herrschaftszeit (1794–1814).

Provenienz / Nutzung:
Im 20. Jahrhundert von Tante Miesche (1905–1997) als Gartenmachete auf einem ca. 1000 m² großen Grundstück in Kettig genutzt. Der sekundäre Griff und die starke Gebrauchspatina sind auf diese langjährige zivile Weiterverwendung zurückzuführen.


Genagelter Arbeitsschuh
– Fundstück aus der Breitestraße 17

Datierung: vermutlich frühes 20. Jahrhundert
Material: Leder, stark verwittert; Sohle mit Metallnägeln; textile und metallische Reste möglich
Fundort: Breitestraße 17, Kettig – unter Bauschutt bei Renovierungsbeginn entdeckt

Gestaltung und Zustand

Der Schuh zeigt eine robuste, handwerklich gefertigte Konstruktion:

  • Obermaterial aus Leder, stark beschädigt und brüchig
  • Sohle mit mehreren Metallnägeln, die das Profil bilden und gleichzeitig der Verstärkung und Haltbarkeit dienen
  • Deutliche Spuren intensiver Nutzung: Risse, Materialverluste, deformierte Form
  • Fehlende Schnürung, stark beschädigter Zehenbereich

Montiert auf einem Holzsockel, dient der Schuh heute als konserviertes Objekt zur Dokumentation lokaler Alltagsgeschichte.

Kulturelle Einordnung

Der genagelte Arbeitsschuh steht für eine Zeit, in der Schuhe nicht industriell verklebt, sondern handwerklich genagelt wurden – für Halt, Langlebigkeit und Reparierbarkeit. Die Metallnägel im Profil sind typisch für Arbeits- und Baugewerbe, wo Trittsicherheit und Widerstandsfähigkeit gefragt waren.

Als Fundstück aus der Breitestraße 17 trägt er lokale Bedeutung: Er erzählt von Arbeit, Wandel und den Spuren, die Menschen in Gebäuden hinterlassen. Im Dialekt könnte man ihn als „Schaffschoh“, „Nachelschoh“ oder „Bauschoh“ bezeichnen – bodenständig, ehrlich und voller Geschichte.


Stiefelknecht mit Arbeitsstiefeln
– „Opa Röser sei Schuuh“

Datierung: ca. Mitte 20. Jahrhundert
Material: Holz (Stiefelknecht), Leder und Metallösen (Stiefel), Textil (Schnürsenkel)
Zustand: stark gebraucht, mit deutlichen Tragespuren und Patina

Gestaltung und Funktion

Der Stiefelknecht besteht aus einem einfachen Holzbrett mit U-förmiger Aussparung, in die die Ferse des Stiefels eingehakt wird. Durch das Aufstellen eines Fußes auf dem Brett konnte der andere Stiefel ohne Bücken ausgezogen werden – besonders hilfreich bei schweren, verschmutzten oder nassen Schuhen.

Die dazugehörigen braunen Lederstiefel mit roten Schnürsenkeln stammen original von Opa Röser und zeigen intensive Gebrauchsspuren: abgewetzte Sohlen, geformte Schäfte, eingelaufene Lederpartien. Sie erzählen von täglicher Arbeit, Wetter und Wegen.

Kulturelle Einordnung

Der Stiefelknecht war ein praktisches Hilfsmittel im ländlichen Haushalt, oft im Flur oder Stallbereich zu finden. Die Stiefel selbst waren Teil der Arbeitskleidung, getragen bei Feldarbeit, Stallgang oder im Winter.

Im Dialekt wurde der Stiefelknecht auch als „Schuuhzieher“, „Stiefelzieher“, „Knecht“ oder „Ausziehhölzche“ bezeichnet.

Die Kombination aus Gerät und Originalschuhen verleiht dem Objekt eine persönliche, familiäre Dimension – es steht nicht nur für Funktion, sondern für Erinnerung und gelebte Geschichte.

Museale Bedeutung

Dieses Ensemble dokumentiert die Verbindung von Körper, Arbeit und Alltag. Es erzählt von Wegen, die gegangen wurden, von Händen, die zupackten, und von einem Leben, das sich in Leder und Holz eingeschrieben hat.

Als museales Objekt steht es für eine Zeit, in der Hilfsmittel einfach, aber wirkungsvoll waren – und in der Schuhe nicht nur getragen, sondern geschätzt und gepflegt wurden.


Kartoffelkorb
– „Grombirekorf“ aus Metallgeflecht

Datierung: frühes bis mittleres 20. Jahrhundert
Material: Drahtgeflecht, Metallgriff
Zustand: stark gebraucht, mit Rostspuren

Gestaltung und Funktion

Der Korb besteht aus einem zylindrischen Drahtgeflecht, das eine stabile und luftdurchlässige Lagerung ermöglicht. Der Metallbügel mit Griffen erleichtert das Tragen.

Solche Körbe wurden vor allem zur Ernte, Lagerung und zum Transport von Kartoffeln verwendet. Die offene Struktur erlaubte das Austrocknen von Erde, das Atmen der Knollen und das einfache Aussortieren beschädigter Exemplare.

Kulturelle Einordnung

Im Dialekt wurde der Korb als „Grombirekorf“, „Ärdekorb“, „Knollenkorb“ oder „Schüttkorb“ bezeichnet. Er war fester Bestandteil der Herbsternte, oft begleitet von gemeinschaftlicher Arbeit auf dem Feld, dem Einsatz von Kartoffelerntern und dem Einlagern im Keller.

Neben Kartoffeln wurde er auch für andere Feldfrüchte, Holzstücke oder Stallbedarf genutzt – ein echtes Multifunktionsgerät des ländlichen Alltags.

Museale Bedeutung

Dieses Objekt dokumentiert die Verbindung von Ernte, Handarbeit und Vorratspflege. Es erzählt von Feldern, von Händen voller Erde und von der Kunst, mit einfachen Mitteln Robustheit und Zweckmäßigkeit zu vereinen.

Als museales Objekt steht der Grombirekorf für eine Zeit, in der Transport und Lagerung sichtbar, greifbar und gemeinschaftlich organisiert waren – und für die Wertschätzung regionaler Grundnahrungsmittel.


„Fasch Ei“ – künstliches Ei aus Gips

Datierung: ca. frühes bis mittleres 20. Jahrhundert
Material: Gips, teils mit Kalk- oder Kreideanteil, gelegentlich bemalt oder naturbelassen
Herkunft: Ländliches Mitteleuropa, insbesondere Rheinland, Eifel und Hunsrück

Gestaltung und Funktion

Das „Fasch Ei“ ist ein künstliches Ei, meist aus Gips gefertigt, das in Hühnerställen verwendet wurde, um Legehennen zum Eierlegen zu animieren. Seine Form und Größe entsprechen einem echten Hühnerei, wobei die Oberfläche oft leicht rau oder unregelmäßig ist – ein Hinweis auf handwerkliche Herstellung.

Solche Attrappen wurden in Nester gelegt, um den Hennen einen sicheren und attraktiven Legeplatz vorzutäuschen. Der Begriff „fasch“ stammt aus dem Dialekt und bedeutet „falsch“ – also ein „falsches Ei“. In manchen Regionen wurden auch Porzellan- oder Holzvarianten verwendet, doch Gips war besonders verbreitet wegen seiner einfachen Verarbeitung und seines geringen Preises.

Kulturelle Einordnung

Das „Fasch Ei“ ist ein stiller Zeuge bäuerlicher Praxis und tierpsychologischer Beobachtung. Es zeigt, wie mit einfachen Mitteln das Verhalten von Nutztieren beeinflusst wurde – ein Beispiel für praktische Bauernschläue und ressourcenschonende Tierhaltung.

Im Dialekt verankert, ist der Begriff „Fasch Ei“ nicht nur funktional, sondern auch liebevoll-spöttisch – oft verbunden mit Anekdoten aus dem Stall oder dem Alltag auf dem Hof. Als museales Objekt dokumentiert es die Verbindung von Sprache, Handwerk und Tierhaltung im ländlichen Raum.


Nasenring für Ochsen oder Stiere

Datierung: frühes bis mittleres 20. Jahrhundert
Material: Eisen oder Stahl, stark korrodiert
Provenienz: landwirtschaftlicher Gebrauch, Region Kettig
Zustand: deutliche Rostspuren, funktionsfähiges Gelenk, authentische Gebrauchsspuren

Gestaltung und Funktion

Der Nasenring besteht aus einem U‑förmigen, aufklappbaren Oberteil, das über ein zentrales Gelenk geöffnet und geschlossen werden konnte. Ein verschiebbarer Metallmantel diente zur Sicherung des Verschlusses. Am unteren Ende befindet sich ein stabiler Ring, an dem ein Führstrick oder eine Leine befestigt wurde.

Der Ring wurde durch die Nasenscheidewand eines Ochsen oder Stiers geführt und diente der sicheren Kontrolle kräftiger Tiere – etwa beim Führen, Verladen oder bei der Arbeit auf dem Hof. Die Empfindlichkeit der Nase ermöglichte eine präzise, aber vergleichsweise schonende Lenkung.

Kulturelle Einordnung

Nasenringe gehörten über viele Jahrzehnte zur Grundausstattung der bäuerlichen Tierhaltung. Sie stehen für eine Zeit, in der Zugtiere unverzichtbare Arbeitskräfte waren und der Umgang mit ihnen Erfahrung, Respekt und praktische Hilfsmittel erforderte.

Als museales Objekt dokumentiert der Ring den Arbeitsalltag früherer Landwirtschaft, die Beziehung zwischen Mensch und Tier und die technischen Lösungen, die das Führen großer Tiere sicherer machten.


Häb – Hippe bzw. Rebmesser mit der Prägung „O.A.J.“ aus dem Bestand Hillesheim

Datierung: frühes bis mittleres 20. Jahrhundert
Material: Stahlklinge, Holzgriff
Typ: Rebmesser, regional „Häb“ genannt
Kennzeichnung: im Stahl eingestanzt: „O.A.J.“
Provenienz: aus dem Bestand der Familie Hillesheim, vermutlich von Johann Hillesheim (1864–1956) oder Peter Hillesheim (1893–1973)
Zustand: stark gebraucht, mit Patina, geschärfter Schneide und abgegriffenem Griff

Gestaltung und Funktion

Diese Häb – ein traditionelles Rebmesser mit gebogener Klinge – wurde zum Schneiden von Reben, Sträuchern, Ästen und Gestrüpp verwendet. Die scharfe Innenkante erlaubt präzises Arbeiten mit Zugbewegung, ideal für den Reb- und Obstbaumschnitt, aber auch für das Herrichten von Pfählen und Buschwerk.

Die Prägung „O.A.J.“ verweist auf eine Schmiedemarke oder Herstellerkennung, deren genaue Herkunft heute nicht mehr eindeutig zuzuordnen ist.

Kulturelle Einordnung

Ob aus der Hand von Johann Hillesheim, dem Wagner und Stellmachermeister, oder von Peter Hillesheim, Elektrikermeister und Landwirt – dieses Werkzeug steht für den vielseitigen ländlichen Arbeitsalltag in Kettig.

Die Bezeichnung „Häb“ im Kettijer Platt zeigt, wie tief dieses Werkzeug im regionalen Sprach- und Arbeitsgebrauch verankert war. Es war Teil der alltäglichen Pflege von Landschaft und Hof, oft griffbereit am Gürtel oder in der Scheune.

Museale Bedeutung

Die Häb dokumentiert die Materialkultur des ländlichen Arbeitens, die Verbindung von Sprache, Handwerk und Alltag – und die stille Präsenz eines Werkzeugs, das nicht nur schneidet, sondern auch Geschichten trägt.


Wandtränker für Rinder – Wasser auf Stoß

Datierung: vermutlich Mitte 20. Jahrhundert
Material: Gusseisen oder Stahlblech, mit Druckplatte und Auslauf
Typ: Wandmontierter Tränker für Großvieh
Fundort: vermutlich Stall- oder Hofwand
Zustand: gebraucht, mit deutlichen Gebrauchsspuren und Patina

Gestaltung und Funktion

Dieser wandmontierte Tränker wurde speziell für die Tränkung von Rindern konzipiert. Das halbkreisförmige Becken fasst eine kleine Menge Wasser, das über eine Druckplatte ausgelöst wird – sobald das Tier mit dem Maul dagegen drückt, fließt frisches Wasser nach.

Die Konstruktion ist robust und wetterfest, ausgelegt für den Einsatz in Ställen oder an Hofwänden. Die sichtbare Abnutzung und die rostige Oberfläche zeugen von intensiver Nutzung über viele Jahre hinweg.

Kulturelle Einordnung

Solche Tränker waren in der Viehwirtschaft weit verbreitet, besonders ab den 1950er Jahren, als die automatisierte Wasserversorgung Einzug hielt. Sie stehen für eine Zeit, in der Tierhaltung zunehmend technisiert wurde – mit dem Ziel, Arbeit zu erleichtern und Versorgung zu sichern.

In Kettig und Umgebung waren solche Modelle in Milchviehställen und Offenställen üblich. Sie verbinden praktische Tierpflege mit technischer Einfachheit.

Museale Bedeutung

Der Rindertränker dokumentiert die Materialkultur der Landwirtschaft, die Verbindung von Tierhaltung, Technik und Alltag.

Er zeigt, wie einfaches mechanisches Prinzip zur verlässlichen Versorgung beiträgt – und wie selbst unscheinbare Objekte Teil der täglichen Fürsorge und Verantwortung sind.


Milchkanne aus Aluminium mit Ausguss
– Transportgefäß der bäuerlichen Milchwirtschaft

Datierung: frühes bis mittleres 20. Jahrhundert
Material: Aluminium
Typ: Milchkanne mit seitlichem Ausguss und Tragegriffen
Zustand: deutliche Gebrauchsspuren; Witterungseinflüsse; funktionsfähige Griffe und Verschlussmechanik

Gestaltung und Funktion

Die Kanne besteht aus einem zylindrischen Aluminiumkörper, der oben weit geöffnet ist und an der Seite einen ausgeprägten Ausguss besitzt. Dieser erleichterte das kontrollierte Ausschütten der Milch, etwa beim Umfüllen in kleinere Gefäße oder beim Abliefern an Sammelstellen.

Zwei seitliche Tragegriffe ermöglichen das sichere Heben und Transportieren. Einer der Griffe ist mit einem beweglichen Verschlussbügel verbunden, der den Deckel fixierte und ein Verschütten verhinderte.

Aluminium setzte sich ab den 1920er‑/30er‑Jahren zunehmend durch, weil es:

  • leichter war als Stahl oder verzinktes Eisen,
  • nicht rostete,
  • gut zu reinigen war,
  • und sich für den täglichen Transport großer Milchmengen eignete.

Kulturelle Einordnung

Solche Aluminiumkannen waren ein zentrales Arbeitsgerät in:

  • Milchviehbetrieben,
  • kleinen Hofmolkereien,
  • Dorfmilchsammlungen,
  • Haushalten mit eigener Kuhhaltung.

Bevor Milchkühltanks und moderne Sammelsysteme verbreitet waren, wurde die Milch täglich frisch in solchen Kannen transportiert — vom Stall zur Sammelstelle, vom Hof zum Kunden oder innerhalb des Hauses.

Die leichte, robuste Bauweise machte Aluminiumkannen besonders beliebt, da sie auch gefüllt noch gut zu tragen waren.

Museale Bedeutung

Die Milchkanne dokumentiert die Arbeitswelt der traditionellen Milchwirtschaft und zeigt, wie technische Materialien den Alltag veränderten.
Sie steht für:

  • den Übergang von schweren Stahlkannen zu leichteren Aluminiumgefäßen,
  • die körperliche Arbeit des täglichen Milchtransports,
  • die Materialkultur ländlicher Haushalte,
  • und die Bedeutung von Milch als Grundnahrungsmittel.

Die Patina und Gebrauchsspuren erzählen von jahrzehntelangem Einsatz — ein authentisches Zeugnis bäuerlicher Lebens- und Arbeitsweise.


Kleine Milchkanne aus Aluminium – Handliche Transportkanne für den täglichen Milchertrag

Datierung: mittleres 20. Jahrhundert
Material: Aluminium
Volumen: ca. 2 Liter
Typ: kleine Milchkanne mit fest montiertem Tragebügel, ohne Deckel erhalten
Zustand: deutliche Gebrauchsspuren, kleine Dellen, typische Patina; Deckel fehlt

Gestaltung und Funktion

Die Kanne besteht aus einem zylindrischen Aluminiumkörper mit leicht ausgestellter Öffnung.
Der schwenkbare Tragebügel ist fest montiert und ermöglicht das sichere Transportieren kleiner Milchmengen.

Der fehlende Deckel zeigt, dass die Kanne heute nicht mehr vollständig ist, doch ihre ursprüngliche Funktion bleibt klar erkennbar: Sie diente dem Transport, Portionieren und Abmessen von Milch im bäuerlichen Alltag.

Mit einem Fassungsvermögen von rund 2 Litern war sie ideal für:

  • das Holen kleiner Mengen aus dem Stall,
  • das Umfüllen aus größeren Milchkannen,
  • den täglichen Küchengebrauch,
  • oder das Kühlen kleiner Milchportionen.

Aluminium war wegen seines geringen Gewichts und seiner Rostfreiheit besonders beliebt.

Kulturelle Einordnung

Solche kleinen Milchkannen gehörten zur Grundausstattung vieler ländlicher Haushalte.
Sie wurden genutzt von:

  • Kindern, die „die Milch holen“ gingen,
  • Bäuerinnen beim Kochen und Verarbeiten,
  • Hofbewohnern beim Portionieren für Butter, Käse oder Pudding.

Der fehlende Deckel ist typisch für Objekte, die über Jahrzehnte im Gebrauch waren — er erzählt von intensiver Nutzung und der pragmatischen Reparatur‑ und Weiterverwendungsmentalität früherer Generationen.

Museale Bedeutung

Die Kanne dokumentiert die kleinskalige Milchwirtschaft und die Organisation des bäuerlichen Alltags.
Sie steht für:

  • die Selbstversorgung vieler Familien,
  • die Verbreitung von Aluminium als modernem Haushaltsmaterial,
  • die körperliche Arbeit rund um das Melken und Transportieren,
  • und die Bedeutung von Milch als täglichem Grundnahrungsmittel.

Auch ohne Deckel bleibt sie ein authentisches Zeugnis ländlicher Lebensweise.